DAT Diesel-Barometer: Hardware-Nachrüstung rückt in Fokus

Mittlerweile liegen die ersten Betriebserlaubnisse für SCR-Nachrüstsysteme vor.
© Foto: Dietmar Winkler

Laut dem aktuellen Diesel-Barometer der DAT erklären sich 67 Prozent der Endverbraucher bereit, ihren älteren Diesel-Pkw technisch nachrüsten zu wollen.

Mit der Genehmigung erster Abgas-Nachrüstsysteme für Euro-5-Dieselfahrzeuge nimmt das Thema auch bei Endverbrauchern Fahrt auf. Laut dem aktuellen DAT Diesel-Barometer erklären sich 67 Prozent der Privatkunden bereit, ihren älteren Selbstzünder technisch nachrüsten zu wollen. Für eine finanzielle Beteiligung an dem Motor-Update sprechen sich mittlerweile 62 Prozent aus – das ist ein neuer Rekord. Bei den letzten Befragungen lag dieser Wert etwa bei 40 Prozent. Wichtigster Grund ist laut DAT der Werterhalt des eigenen Pkw, gefolgt von der möglichen Umgehung von Fahrverboten.

Wie aus der monatlichen Marktanalyse weiter hervorgeht, würden sich 17 Prozent aller Befragten bei einem anstehenden Autokauf für einen Diesel entscheiden. Dieser Wert liegt einen Prozentpunkt über dem Vorjahr und hat sich seit dem Tiefpunkt im März 2018 (elf Prozent) stetig wieder nach oben entwickelt. Bei Dieselfahrern ist der Zuspruch mit 44 Prozent deutlich größer (März 2018: 29 Prozent). Unter allen Befragten gab etwa die Hälfte an, einen Neuwagen kaufen zu wollen, ein Drittel plant den Erwerb eines Gebrauchten.

Auf den Zeitpunkt des Fahrzeugkaufs hat die Diesel-Diskussion weiter Einfluss. So geben 40 Prozent an, dass sie den Kauf deswegen hinauszögern. Hauptgrund bleiben die drohenden Fahrverbote (85Prozent). Etwas über die Hälfte (54 Prozent) zeigte sich dagegen unbeirrt und gab an, den Kauf nicht zu verschieben.

Wie berichtet, war die Pkw-Nachfrage im Juli kräftig angezogen. Gebrauchte Benziner und Diesel erreichten jeweils einen Jahreshöchstwert, die Neuwagennachfrage beider Antriebsarten stieg ebenfalls – besonders neue Diesel lagen über Vormonat und über dem Vorjahresmonat. Kumuliert liegen die Diesel-Besitzumschreibungen mit 1,369 Millionen Einheiten noch leicht unter Vorjahresniveau (1,378 Millionen). Alle Diesel-Neuzulassungen erreichten von Januar bis Juli eine Summe von 718.698 Einheiten – ein Zuwachs von rund 25.000 Fahrzeugen.

Neue Bestmarke für Euro-6-Diesel

In der Betrachtung nach Emissionsklassen wechselten 84.672 Gebrauchtwagen mit Euro-6-Diesel im Juli ihren Besitzer, so viele wie noch nie seit Einführung der Euro-6-Motoren. Im Juli verteilten sich die Emissionsklassen bei den gebrauchten Dieseln zu 39 Prozent auf Euro 6, zu 34 Prozent auf Euro 5 und zu 27 Prozent auf die die Klassen Euro 4 und niedriger.

Bei den Standzeiten verzeichnete die DAT einen leichten Anstieg bei Dieseln aus zweiter Hand. Diese verweilen derzeit im Schnitt 93 Tage auf den Höfen der Autohändler, zwei Tage länger als im Vormonat. Benziner brauchen 80 Tage bis zum Weiterverkauf, ein neuer Topwert für das laufende Jahr. Weiter auf Talfahrt sind die Gebrauchtfahrzeugwerte beider Antriebsarten: Diesel-Pkw kommen aktuell noch auf 52,3 Prozent vom ehemaligen Listenneupreis, Benziner auf 56,9 Prozent. (AH)

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