Der stärkste Grund, bei einem Neuwagenkauf auf die ab Werk angebotenen Multimedia-Optionen zu verzichten, ist ganz einfach der Preis. Infotainment-Komponenten ab Werk sind deutlich teurer als Nachrüst-Lösungen. Die gilt insbesondere wenn man ab Werk fest eingebaute Bildschirm-Navigationssysteme (typischer Aufpreis um 3.000 Euro) mit mobilen Beziehungsweise portablen Navi-Systemen vergleicht (typischer Kaufpreis: 300 bis 450 Euro).
Dieses Argument wiegt umso schwerer, wenn die portablen und günstigeren Lösungen auch noch mehr Funktionen und/oder aktuellere Kartendaten bieten. Insbesondere bei der Unterstützung neuer Technologien (in der Vergangenheit etwa zur Anbindung von MP3-Playern oder bei der Unterstützung des Funkstandards Bluetooth für die Freisprech-Funktion) bieten Nachrüst-Systeme häufig einen wesentlich größeren Funktionsumfang.
Der Grund dafür liegt in der vergleichsweise langen Vorlauf- und Entwicklungszeiten in der Automobil-Industrie. Die Spezifikationen für ein Navigations- und Entertainment-System müssen in der Regel bereits zwei bis vier Jahre vor Markteinführung des Fahrzeugs definiert werden. Im Vergleich dazu kann die unabhängig agierende Elektronik-Industrie bei Stand-alone-Produkten wesentlich schneller auf aktuelle Trends und Technologien reagieren. Wie man diese Tatsachen gewinnbringend für das eigene Werkstattgeschäft nutzt, erfahren Sie in einem neuen Buch aus dem Auto-Busines-Verlag. Mehr Informationen zum Buch finden sie unten in der Box.
Aus
Navi, Handy & Co.
Zubehör kompetent verkaufen
Von Hannes Rügheimer
Auto Business Verlag, München
1. Auflage 2008