Der Automobilzulieferer Mann+Hummel rechnet 2009 mit einem Umsatzeinbruch von bis zu 25 Prozent. Der Gewinn werde wegen der anhaltenden Autokrise ebenfalls deutlich zurückgehen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dieter Seipler, am Freitag in Ludwigsburg. Eine konkrete Prognose für das Ergebnis wollte der Manager nicht abgeben. "Ich hoffe aber, dass es schwarz sein wird." 2008 hatte der Filterspezialist die Erlöse noch um mehr als vier Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert. Der Nettogewinn sackte dagegen bereits von 51 Millionen auf 31 Millionen Euro ab. Nach Angaben von Seipler lagen die ersten vier Monate 2009 zwischen 25 und 40 Prozent unter den Werten der Vorjahresmonate. Der Filterspezialist habe wegen dieser Entwicklung bereits im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben. Um gegenzusteuern, sei seit dem Frühjahr Kurzarbeit in allen deutschen Werken angeordnet worden. Wann in den Betrieben vollständig wieder voll gearbeitet werden soll, steht noch nicht fest. Von Leiharbeitern habe sich Mann+Hummel mittlerweile vollständig getrennt. Befristete Verträge seien nicht verlängert worden. In den USA, Großbritannien und Brasilien wurden laut Seipler rund 400 Stellen gestrichen. Konzernweit hat der Autozulieferer 12.400 Beschäftigte, davon knapp 5..600 in Deutschland. Weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Abwärtstrends seien ein Gehaltsverzicht der Geschäftsführung sowie der Führungskräfte. Zudem werde die fällige Tariferhöhung verschoben. Auf Zukäufe werde Mann+Hummel ebenfalls in der nächsten Zeit verzichten, kündigte Seipler an. Der Manager rechnet mit einer nachhaltigen Erholung des Geschäftes erst in etwa drei bis fünf Jahren. (dpa)
Branchenkrise: Filterspezialist Mann+Hummel pessimistisch für 2009
Der Filterspezialist Mann + Hummen geht für das laufende Jahr von einem Umsatzeinbruch aus. Die Ludwisgsburger rechnen erst in etwa drei bis fünf Jahren mit einem Ende der Krise.