Die TÜV Nord Gruppe hat ihren Gewinn im Geschäftsjahr 2006 kräftig von 11,5 Mio. auf 19,1 Mio. Euro gesteigert. Wie Konzern-Chef Guido Rettig am Donnerstag in Hannover mitteilte, stieg der Umsatz von 610,4 auf 637,0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern lag bei 32,4 Mio. Euro nach 25,2 Mio. im Jahr 2005. "Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt", sagte Rettig. Die Gruppe ist in über 70 Staaten Europas, Asiens und Amerikas tätig und beschäftigt heute weltweit knapp 7.000 Menschen. Mit dem Erwerb der größten koreanischen Prüfgesellschaft INCOK und dem belgischen Lebens- und Futtermittel-Zertifizierer Integra habe die TÜV Nord Gruppe ihr Auslandsgeschäft im vierten Quartal 2006 deutlich gestärkt. "Wir sehen hier weiter gute Wachstumsraten und werden stetig unser Auslandsgeschäft vorantreiben", sagte Rettig. Insgesamt setzte die Gruppe im Ausland 80,9 (Vorjahr: 73,1) Mio. Euro um. Mit dem Abschluss 2006 sei die Substanz der Gruppe weiter gestärkt worden, hieß es. Die Eigenkapitalausstattung sei weiter verbessert worden und die Pensionsverpflichtungen des Konzerns seien nahezu rückgedeckt. Aus Sicht Rettigs sind die guten Kennzahlen Grundlage für die strategische Positionierung des Konzerns: Die Gruppe will in den kommenden drei Jahren insgesamt 250 Mio. Euro investieren. Der Konzern mit Sitz in Hannover gilt als die zweitgrößte TÜV-Organisation in Deutschland. Sie war entstanden, nachdem der Rheinisch-Westfälische TÜV (RWTÜV) seine klassischen Sparten, also Prüf- und Inspektionstätigkeiten, in den TÜV Nord eingebracht hatte. Derzeit verhandeln TÜV Nord und TÜV Süd zudem über eine Fusion. Bei einem Zusammenschluss entstünde das weltweit zweitgrößte Unternehmen der Branche mit 18.000 Beschäftigten und rund 1,8 Mrd. Euro Umsatz. Neue Angaben zum Stand der Verhandlungen machte Rettig am Donnerstag nicht. (dpa/pg)
Bilanz: TÜV Nord: Sattes Gewinnplus in 2006
Ertrag klettert von 11,5 auf 19,1 Millionen Euro / Konzern-Chef Rettig: "Sind für die Zukunft gut aufgestellt"