Autozulieferer: Fiat Chrysler versilbert Magneti Marelli

Fiat Chrysler Automobiles will seine Zulieferer-Sparte abstoßen.
© Foto: picture alliance / AP Photo

Für 6,2 Milliarden Euro soll die Zulieferer-Sparte des FCA-Konzerns an den japanischen Wettbewerber Magneti Marelli gehen. Die Behörden müssen dem Deal aber noch zustimmen.


Datum:
23.10.2018

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Fiat Chrysler will seine Zuliefertochter Magneti Marelli für 6,2 Milliarden Euro an den japanischen Rivalen Calsonic Kansei verkaufen. Mit einem Umsatz von 15,2 Milliarden Euro im Jahr entstehe damit die Nummer sieben weltweit in der Branche, erklärten die Konzerne am Montag gemeinsam in London. Mit einem Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2019 gerechnet, wenn die Behörden zustimmen. Fiat Chrysler-Aktien legten im frühen Handel um fast fünf Prozent zu.

Fiat-Chrysler-Chef Mike Manley sagte, der neue Zulieferer werde weiter zu den wichtigsten Geschäftspartnern des italo-amerikanischen Herstellers gehören. Für Manley ist es der erste größere Deal, seit er kurz vor dem Tod des langjährigen Chefs Sergio Marchionne im Juli das Ruder bei FCA übernahm. Marchionne hatte lange favorisiert, Magneti Marelli abzuspalten und die Anteile daran an die Fiat-Chrysler-Aktionäre zu verteilen. Für eine Notiz an der Mailänder Börse verdüsterten sich aber jüngst die Bedingungen, weil die Kurse rund um den Globus infolge des Handelsstreits zwischen China und den USA unter Druck gerieten.

Calsonic Kansei war im vergangenen Jahr vom US-Finanzinvestor KKR übernommen worden. Zuvor gehörten die Japaner zu großen Teilen zu Nissan. Die Autoallianz aus Nissan, Renault und Mitsubishi ist größter Kunde.

Zulieferer stehen im Umbruch der Autoindustrie zunehmend unter Druck, ihr Geschäftsmodell auf die Zukunft auszurichten. Die Japaner von Calsonic stellen vorwiegend Hitzeschilde und Abgassysteme her, Magneti Marelli ist unter anderem bei Antriebssträngen und auch in der Abgasnachbereitung im Geschäft. Die Italiener sind daneben aber auch stark bei Licht und Elektronik und im Motorsport vertreten. (dpa)

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