Der Automobilzulieferer Valeo baut sein Engagement im Bereich Künstliche Intelligenz weiter aus und ist dem Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn beigetreten. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und öffentlichem Sektor will das Unternehmen die Entwicklung praxisnaher KI-Anwendungen vorantreiben. Im Fokus stehen unter anderem automatisiertes Fahren, Softwareentwicklung und intelligente Produktionsprozesse.
Die Meldung hat Relevanz für ASP-Leser, weil sie zeigt, wie ein globaler Automobilzulieferer KI strategisch in Entwicklung, Produktion und automatisiertes Fahren verankert. Der Fokus sollte daher weniger auf der Mitgliedschaft selbst als auf den Auswirkungen für die Automobilindustrie liegen.
Der Automobilzulieferer Valeo ist dem Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn beigetreten. Das Unternehmen will die Plattform nutzen, um die Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und öffentlichem Sektor voranzutreiben.
Nach Unternehmensangaben werden künftig rund 20 Software- und KI-Experten von Valeo in verschiedenen Arbeitsgruppen des IPAI mitwirken. Im Mittelpunkt stehen der Wissenstransfer sowie die Entwicklung praxisnaher KI-Anwendungen für industrielle Einsatzfelder.
KI als Schlüsseltechnologie für die Automobilindustrie
Für Valeo spielt Künstliche Intelligenz bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Das Unternehmen setzt KI in Fahrerassistenzsystemen, Technologien für automatisiertes Fahren, der Softwareentwicklung sowie in Produktionsprozessen ein. Hinzu kommen Anwendungen aus den Bereichen generative KI, maschinelles Lernen und Datenanalyse.
"Mit Blick auf die Zukunft wird deutlich, dass die Entwicklung der Automobiltechnologie eng mit der künstlichen Intelligenz verbunden ist. In Zukunft wird es kein Fahrzeug mehr auf den Straßen geben, das nicht über integrierte KI verfügt oder das nicht mit Hilfe von KI entwickelt und hergestellt wurde", sagte Gilles Mabire, CTO der Valeo Brain Division.
Gerade bei softwaredefinierten Fahrzeugen gewinnt KI zunehmend an Bedeutung. Sie unterstützt Fahrerassistenzsysteme, verbessert Entwicklungsprozesse und hilft dabei, Fertigungsabläufe effizienter zu gestalten.
Europäische KI-Ökosysteme gewinnen an Bedeutung
Mit dem Beitritt zu IPAI baut Valeo sein Engagement in europäischen KI-Netzwerken weiter aus. Das Unternehmen gehört bereits der VDA-Initiative "KI-Familie" an und engagiert sich im Rahmen der europäischen Initiative Confidence.ai für vertrauenswürdige Datenräume und KI-Anwendungen.
Nach Angaben von Valeo arbeiten weltweit rund 200 KI-Experten an der Weiterentwicklung entsprechender Technologien. Durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern will der Konzern die Einführung neuer KI-Anwendungen beschleunigen.
IPAI verfolgt das Ziel, eine europäische Plattform für die Entwicklung und den praktischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufzubauen. In Heilbronn entsteht dazu ein KI-Campus, auf dem künftig rund 5.000 Menschen an KI-Anwendungen arbeiten sollen. Die ersten Gebäude sollen bis Ende 2027 fertiggestellt werden.
KI soll Wettbewerbsfähigkeit stärken
Für Moritz Gräter, CEO von IPAI, zeigt der Beitritt von Valeo die wachsende Bedeutung branchenübergreifender Kooperationen. "Wir wollen KI in die konkrete Anwendung in Wirtschaft und Gesellschaft bringen. Valeo bringt als Technologiefirma für die Automobilbranche dafür wertvolle Erfahrung mit in unsere Community ein", sagte Gräter.
Für die Automobilbranche wird KI zunehmend zu einer strategischen Schlüsseltechnologie. Neben dem automatisierten Fahren stehen vor allem effizientere Entwicklungsprozesse, datengetriebene Produktion und neue softwarebasierte Fahrzeugfunktionen im Fokus. Kooperationen zwischen Industrie, Forschung und Technologieanbietern gelten dabei als wichtiger Baustein, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen KI-Wettbewerb zu stärken.