Scania erweitert sein Angebot batterieelektrischer Lkw um eine reichweitenstarke Fernverkehrsvariante. Durch zusätzliche Batteriepakete hinter dem Fahrerhaus sollen je nach Konfiguration und Einsatzbedingungen bis zu 720 Kilometer Fahrt am Stück möglich sein. Vorgesehen ist die Technik unter anderem für dreiachsige 6x2*4-Sattelzugmaschinen.
Die zwei Batteriepakete stellen zusammen rund 356 kWh zusätzliche Speicherkapazität bereit und ergänzen die bereits am Fahrgestell und unter dem Fahrerhaus untergebrachten Akkus. Eine Gesamtkapazität für die reichweitenstärkste Ausführung nennt die schwedische VW-Tochter nicht. Auch zu Preisen und Verfügbarkeit gibt es keine Angaben.
Teil des Fernverkehrskonzepts ist außerdem eine neue, verlängerte und aerodynamisch optimierte Front. Sie soll den Energieverbrauch eines Elektro-Lkw je nach Konfiguration und Einsatz um bis zu drei Prozent senken. Zusammen mit dem zusätzlichen Bauraum hinter dem Fahrerhaus kann die Gesamtlänge des Sattelzugs dabei über die klassischen 16,5 Meter hinausgehen. Entsprechende EU-Regelungen erlauben zusätzliche Fahrzeuglänge unter anderem für aerodynamisch optimierte Fahrerhäuser.
Die zusätzliche Reichweite soll vor allem schwere Sattelzüge für den elektrischen Fernverkehr tauglicher machen. Die Lkw sind für das Megawattladen (MCS) ausgelegt. Damit sollen sich größere Energiemengen, etwa während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpausen nachladen lassen.