Was bringt mehr im Internet? Der Verkauf eines ganzen Fahrzeugs oder die Einzelteile? Das fragte sich eine Gruppe Studierender der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) in Berlin und zerlegte einen roten Mercedes-Benz 190, Baujahr 1990, in 118 Teile und Baugruppen. Gleichzeitig polierten sie ein Fahrzeug des gleichen Typs und Baujahrs auf. Ergebnis: Mit rund 500 Euro Differenz liegt der Mercedes, der als ganzes Fahrzeug versteigert wurde, vorn. Er fand für 1.210 Euro einen neuen Besitzer. Der in Einzelteile und Baugruppen zerlegte Wagen erzielte 679,63 Euro. Besondere Highlights der Teileauktion waren der für 10,50 Euro versteigerte Mercedes-Stern der Heckklappe sowie der Kühlergrill, der mit 82,55 Euro die erfolgreichste Ebay-Auktion der Studierenden war. Aber auch Schnäppchenjäger konnten den einen oder anderen Artikel günstig erwerben. Der Nachrüst-Katalysator beispielsweise fand für preiswerte 10,50 Euro einen neuen Besitzer. Dieser wird nach dem Einbau die Hälfte seiner Kfz-Steuer einsparen. Markus Kindermann, Student der FHTW und Projektleiter des Experiments, zeigte sich trotzdem zufrieden mit dem Reinerlös von 1.763,66 Euro: "Bedenkt man, dass der zerlegte Mercedes etwa doppelt so viele Kilometer auf dem Buckel hatte wie der am Stück verkaufte Wagen, haben die Teile überraschend gut abgeschnitten." (ng)
Am Rande: Mercedes – Geschnitten oder am Stück?
Bei einer Ebay-Auktion verkauften Studenten zwei Mercedes-Benz 190 – einen komplett, den anderen in Einzelteile zerlegt. Ergebnis: Am Stück bringt ein Fahrzeug deutlich mehr in die Kasse.