Alfa Romeo erweitert seine Modellpalette und nutzt dabei Technik aus dem Stellantis-Konzern. Gleichzeitig soll jene "Sportività" erhalten bleiben, die Alfisti mit Giulia und Quadrifoglio verbinden. CEO Santo Ficili über die Zukunft der Marke.
Herr Ficili, ganz konkret: Wird es nach dem Ende der heutigen Baureihe wieder eine Giulia geben – nicht nur dem Namen nach, sondern als ebenso fahrerorientiertes Auto?
Santo Ficili: Der Name ist für mich fundamental. Deshalb müssen wir für die Zukunft der Giulia eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft finden. Ich liebe die Giulia. Aber gleichzeitig müssen wir alles dafür tun, die Richtung weiterzuverfolgen, die wir mit der heutigen Giulia eingeschlagen haben. Für mich ist entscheidend: Wenn man einen Alfa auf einer kurvigen Straße oder in den Bergen fährt, muss das Auto genau das tun, was der Fahrer von ihm verlangt. Das ist für mich Alfa Romeo.
Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa (2026)
Alfa gehört zu Stellantis und nutzt Plattformen, Elektronik und Motoren des Konzerns. Wie bewahren Sie trotzdem die sportliche Alfa-DNA – und welche Zukunft hat der Quadrifoglio?
Santo Ficili: Unsere drei Säulen sind Sportività, Italianità und Rosso. Natürlich nutzen wir Synergien innerhalb von Stellantis. Aber den Unterschied eines Alfa machen nicht allein Plattform oder Motor aus, sondern Fahrwerk, Lenkung, Bremsen, Räder und die gesamte Abstimmung. Und den Quadrifoglio werden wir nicht vergessen. Er ist eine Marke innerhalb der Marke und erinnert an unsere Geschichte. Auch künftig denken wir bei den dafür geeigneten Modellen über besonders leistungsstarke Quadrifoglio-Versionen nach.
F: Bleibt Alfa Romeo bei vier Baureihen – oder kommt sogar die Giulietta zurück?
Santo Ficili: Wir arbeiten an einem weiteren Modell im C-Segment. Dort haben wir mit der Giulietta eine große Kundenbasis, und dieses Segment wächst in Europa. Wo genau wir das neue Auto zwischen klassischem C-Segment und C-SUV positionieren, ist noch offen. Zunächst arbeiten wir an unserem neuen C-SUV, danach soll ein weiteres Modell folgen. Auch hier gilt: Der Name ist für mich enorm wichtig. Er muss zur Geschichte, zur Seele und zur Zukunft von Alfa Romeo passen.