Montag, 17.06.2019
Verkehrsblatt IVW
TÜV-Report

Deutsche Hersteller spitze

Deutsche Hersteller spitze
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© AUTO SERVICE PRAXIS

Seit 36 Jahren kürt der TÜV-Report jährlich im Herbst die in Deutschland zugelassenen Autos als Mängelzwerge oder Mängelriesen. Gewinner des neuen Berichts ist der Porsche 911. Der Sportwagen sichert sich nicht nur den Gesamtsieg, sondern brilliert in allen Altersklassen, ein Novum in der Geschichte der TÜV-Reports. In den Top Ten allen Alters sind darüber hinaus vor allem deutsche Hersteller vertreten.

In der Klasse der drei Jahre alten Fahrzeuge ist nach dem Porsche 911 Mercedes sehr solide aufgestellt. Neben der B-Klasse können sich die Modelle GLK, SLK, E-, C-, A- und M-Klasse in den Top Ten platzieren. Audi Q3 und A4/A5 sind ebenfalls vertreten, ebenso der VW Golf Sportsvan. Mit dem Hyundai i20 auf Position sieben rangiert nun auch ein Kleinwagen unter den zehn Besten.

Bei den Fünfjährigen folgt auf Porsche 911 die Mercedes B-Klasse, vor Audi Q5. Bei den Siebenjährigen ist es nach Porsche 911 dieselbe Herstellerreihenfolge, nun mit SLK und TT. Und für die Neunjährigen nennt der Report nach dem 911 BMW X1 und erneut den Audi TT.

Als Klassenbesten wertet der TÜV-Ratgeber in der Sparte Mini den Opel Adam, bei Kleinwagen den Hyundai i20. Die Mercedes A-Klasse steht bei den Kompakten oben auf der Treppe, die C-Klasse im Mittelklassesegment. Mercedes GLK und die B-Klasse sind die Spitzenkandidaten bei SUV beziehungsweise im Bereich Vans.

Zum Mängelriesen kürt der TÜV-Report den Dacia Logan bei den Dreijährigen, während Peugeot 206 Schlusslicht der fünf Jahre alten HU-Kandidaten ist. Bei den Sieben- und Elfjährigen trägt erneut der Dacia Logan (erste Generation) die rote Laterne. Chevrolet Matiz und Renault Kangoo liegen bei den Neunjährigen am Ende des Rankings.

Über alle Altersklassen hinweg wies rund jeder fünfte HU-Kandidat (21,2 Prozent) bei einer Hauptuntersuchung erhebliche Mängel auf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Quote um 1,3 Prozentpunkte. Zwei Drittel aller untersuchten Fahrzeuge durchliefen den Parcours ohne Beanstandung, was eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahresergebnis bedeutet. Den Anstieg bei den erheblichen Mängeln begründet der TÜV-Report mit dem gestiegenen durchschnittlichen Fahrzeugalter, das nun bei 9,4 Jahren liegt (9,3 im Vorjahr). Gehäuft gab es Probleme bei der Beleuchtung, Ölverlust an Motor/Getriebe, Mängel am Fahrwerk und den Bremsen.

 
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