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40 Jahre Ford Escort II: Begehrtes Volksmobil

Großzügig verglast sowie glattflächig gezeichnet, wollte die zweite Generation des Ford Escort ein unauffälliger Begleiter für den automobilen Alltag sein.
© Foto: Ford

Dem Ford Escord II stand vor 40 Jahren eine große Aufgabe bevor, obwohl aufgrund finanzieller Einsparung oft nur kosmetische Neuerungen realisiert wurden.


Datum:
28.11.2014
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Die Escort-Neuauflage räumte vor 40 Jahren gründlich mit einigen Designschrullen auf. Großzügig verglast sowie glattflächig gezeichnet, wollte die zweite Generation der damals kleinsten Ford-Baureihe ein unauffälliger Begleiter für den automobilen Alltag sein. Ein wenig Verführung durfte allerdings schon im Spiel sein, so gab es Ghia-Versionen mit luxuriösen Lifestyle-Accessoires und spektakulär-scharfe RS-Sportler.

Nur der Kombi-Turnier zeigte sich im alten Karosseriekleid, diesem Dreitürer musste eine neue Frontgestaltung genügen, um den Generationenwechsel anzuzeigen. Unter dem Blech blieb es ohnehin bei allen Escort bei der konservativ-konventionellen Technik des Vorgängers – obwohl die europäische Kompaktklasse bis auf den Opel Kadett fast komplett auf Vorderradantrieb umgestellt worden war.

Ein kleiner Ford als Traumauto? Was hierzulande damals kaum denkbar war, sah im Land der von Qualitätsproblemen geplagten Massenhersteller British Leyland und Chrysler UK anders aus. Nicht wenige Briten warteten geradezu sehnsüchtig auf Brenda, wie der erneuerte Escort in seiner Entwicklungsphase genannt wurde. Während sich deutsche Käufer 1975/76 massiv über kleine Kinderkrankheiten der in Saarlouis gefertigten zweiten Escort-Generation beschwerten, sahen die Engländer über solche Anlaufprobleme großzügig hinweg. Ford war im Inselreich ein Inbegriff von Zuverlässigkeit – zumindest in Relation gegenüber Autos wie Austin Allegro oder Hillman Avenger. Und so waren die Modelle Ford Cortina und Escort 1975/76 einmal mehr nationale Bestseller.

Druck durch Japaner

Nicht ganz so souverän fiel der Vorsprung des erneuerten Ford Escort auf Märkten des ehemaligen britischen Empires aus. Besonders in Australien und Neuseeland geriet der Ford unter Druck durch japanische Importe mit gleichermaßen konventioneller, aber noch zuverlässigerer und preiswerterer Technik. Weshalb Ford Ende 1980 die dritte Escort-Generation dort gar nicht erst einführte, sondern durch Kooperationsmodelle mit Mazda ersetzte.

Eine Sonderstellung nahm nur Südafrika ein. "Born to perfom" lautete hier die Marketing-Zauberformel, die den anfangs biederen Escort zum sportlichen Kultauto transformierte. Was in Europa den Topversionen RS 1800 (nicht für Ford Köln) und RS 2000 vorbehalten war, gelang in Südafrika bereits durch einen Escort 1600 Sport. Ford South Africa implantierte in bis dahin schwer verkäufliche 40 kW/54 PS leistende Escort 1300 Zweitürer potentere 1,6-Liter-Aggregate mit 62 kW/84 PS, schärfte das Fahrwerk nach – fertig war der bezahlbare, leichtgewichtige Straßenrenner, der vom Image eines Titanen in der Rallye-Weltmeisterschaft profitierte.


40 Jahre Ford Escort II

40 Jahre Ford Escort II Bildergalerie

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