Abgasuntersuchung: Warten auf praxisgerechte Lösung


Datum:
26.07.2018

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Die Abgasuntersuchung ist für viele Werkstätten immer noch ein gutes Instrument zur Kundenbindung. Pro Jahr werden in Deutschland rund 13 Millionen AUs in Betrieben des Kfz-Gewerbes durchgeführt. Seit 1.1.2018 muss der Leitfaden 5 - Revision 01 angewendet werden. Damit ist die Endrohrmessung für alle Fahrzeuge wieder verpflichtend durchzuführen.

Ab 1. Januar 2019 gelten zudem für alle Euro 6/VI Fahrzeuge generell die Grenzwerte von 0,25-1 bzw. 0,1 %vol. Damit verbunden sind hohe Anforderungen an die AU-Gerätetechnik und die einzuhaltenden Genauigkeitsklassen. Beim Diesel gilt die Genauigkeitsklasse 0,1m-1 , beim Benziner die Genauigkeitsklasse 0. Nach Branchenschätzungen erfüllen rund 50 Prozent der Benzin-Abgas-Messgeräte die geforderte Genauigkeitsklasse. Ab 1. Januar 2021 sieht der Verordnungsgeber eine veränderte Messmethode vor: Bei der AU an Dieselfahrzeugen ist dann statt der Opazitäts-(Trübungs-)Messung die Messung der Partikelanzahl im Endrohr vorgesehen. Entsprechende Messmethoden werden derzeit entwickelt. Ein relevanter Aspekt für Werkstätten ist die Entscheidung des Verordnungsgebers, dass alle AU-Geräte ab Januar 2019 zusätzlich kalibriert werden müssen. Bisher wurden sie von den Eichämtern in Deutschland geeicht. Das bedeutet für Betriebe künftig eine doppelte Belastung, wenn es nicht gelingt, eine praktikable Lösung zur Durchführung für Eichung und Kalibrierung zu finden. Hintergrund ist die Regelung Nr. 115 aus dem Verkehrsblatt 14/2016, die ab 1. Januar 2019 die Kalibrierung für alle Messmittel vorschreibt, die im Rahmen der Hauptuntersuchung verwendet werden. "Einem Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin kamen die zuständigen Länderbehörden bislang nur zögerlich nach", erklärt Thomas Sieber, Leiter Überwachungsorganisation und Prüftechnik bei TÜV SÜD.

Die Empfehlung lautet dahingehend, dass alle Eichämter eine entsprechende Akkreditierung anstreben, um Eichung und Kalibrierung aus einer Hand anbieten zu können. "Weil viele Messungen für beide Prüfungen gemacht werden müssen, ließen sich auf diese Weise Synergien abschöpfen, die sich auch positiv auf die Kosten der Prüfungen auswirken würden", wirbt Sieber für den Kompromissvorschlag. Bislang ist nur Bayern aktiv geworden und folgt dem Vorschlag aus Berlin.

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