Jeep: Antrieb und Airbag

Jeep Cherokee und Renegade (Bild) haben ein Antriebsproblem.
© Foto: Jeep

Zwei Probleme sorgen bei Jeep für Rückrufe. Beim Wrangler können Gurtstraffer und Airbags nicht auslösen, beim Cherokee und Renegade ist ein Antriebsverlust möglich.


Datum:
07.02.2017

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Jeep arbeitet momentan zwei weitere Rückrufe ab. Einen betrifft die Insassenschutzeinrichtung beim Jeep Wrangler (BU). Hier können sich bei Fahrzeugen im Bauzeitraum 14. Juni 2015 bis 13. August 2016 die Kabel der Frontaufprallsensoren bei einem Unfall lösen, bevor das "Aufprallsignal" vom Rückhaltesystem-Steuergerät (ORC) erfasst werden kann. Airbag oder Gurtstraffer könnten so bei bestimmten Unfallsituationen nicht auslösen, bei denen eine Auslösung der Airbags oder Gurtstraffer erwartet wird. Falls die Airbags oder Gurtstraffer bei einem Unfall nicht ausgelöst werden, besteht das Risiko schwerer oder tödlicher Verletzungen der vorderen Insassen.

Als Abhilfemaßnahme muss der vorhandene Kabelsatz modifiziert und an einem anderen Ort befestigt werden. Dafür sei eine Arbeitszeit von rund 1,1 Stunden vorgesehen. In Deutschland sind von dem vom KBA überwachten Rückruf 794 Fahrzeuge von der FCA Germany AG in Verkehr gebracht worden. Das interne Kürzel der Aktion lautet S76. Weltweit trifft dieser Rückruf rund 225.009 Fahrzeuge.

Vom zweiten Rückruf sind die Modelle Cherokee und Renegade bis zum Produktionszeitraum August 2015 betroffen. In Deutschland wurden von der FCA Germany AG modellübergreifend 2.001 Fahrzeuge in Verkehr gebracht.

Hier wurde der Kabelsatz des Fahrstufensensors mit einer unzureichenden Anzahl Quetschverbindungen ausgestattet. Das kann sporadisch zu einem hohen elektrischen Widerstand im Kabelsatz des Fahrstufensensors führen. Ein hoher Widerstand im Kabelsatz des Fahrstufensensors führt dazu, dass das On-board-Diagnosesystem einen Fehlercode (DTC) setzt. In einem solchen Fall stellt das System standardmäßig das Getriebe auf Leerlauf, was zu einem Verlust der Vortriebskraft führt. Die Vortriebskraft kann in der Regel durch einen Neustart des Motors wiederhergestellt werden. Ohne Vorwarnung kann der Verlust der Vortriebskraft einen Unfall verursachen.

Die Reparaturmaßnahme besteht darin, dass das Getriebesteuergerät (TCM) mit einer neuen Software neu programmiert werden muss. Wenn im Kabelsatz des Fahrstufensensors ein hoher Widerstand erkannt wird, eliminiert die neue Software-Strategie die "in den Leerlauf schalten"-Bedingung für diesen Fehler, schaltet das Getriebe in den Notlaufmodus und die Systemkontrollleuchte (MIL) ein. Auch wenn bestimmte Fehlercodes (DTCs) vorhanden sind, muss der Kabelsatz des Fahrstufensensors ausgetauscht werden. Die Prüfung dauert etwa eine halbe Stunde, für die Prüfung und Instandsetzung muss eine Arbeitszeit von bis zu drei Stunden eingeplant werden. Der interne Code für den vom KBA überwachten Rückruf lautet S55. Weltweit sind von diesem Rückruf 419.938 betroffen. (asp)


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