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20.08.2010 12:02 Uhr

Automechanika 2010

Auch Serviceunternehmer, die neben neuester Werkstatt-Technologie und Neuheiten der Hersteller an Zusatzgeschäften im Tuning-Bereich oder einer aktuellen Verwaltungssoftware interessiert sind, werden fündig.

Die Automechanika lockte vor zwei Jahren über 160.000 Besucher nach Frankfurt. Auf dem Messegelände zeigten fast 4.500 Aussteller aus 80 Ländern, wohin die Reise im Service-sektor geht. Die Unternehmen bieten den Kfz-Profis neben Produktneuheiten aus Automobil- und Werkstatttechnik auch ein breites Spektrum an Dienstleistungen, Zubehörbedarf und Tuning-Utensilien für mehr Zusatzgeschäft. So können sich interessierte Kfz-Unternehmer alle zwei Jahre auf der Leitmesse zu neuen IT-Lösungen informieren. Darüber hinaus bieten Anbieter vermeintlicher Nischenprodukte für Serviceunternehmen wie Tuning-Schmieden und Hersteller von Multimedia-Equipment Anreize für mehr Sondergeschäft in der Werkstatt.

Und auch der Messeveranstalter selbst gewährt im Rahmen des Aftermarket Forums (14.-19. September) Einblick ins moderne Servicegeschäft. Besucher erwartet beispielsweise am Eröffnungstag eine Studie zum Thema „Zeitenwende im Automobilservice“. Tags darauf werden Möglichkeiten der Produktivitätssteigerung in Werkstätten thematisiert. Neben der Garage Equipment Study 2010 soll es dabei unter anderem um Informationssysteme für Handel und Werkstätten gehen. Eine Erleichterung der Geschäftsprozesse durch leistungsfähige EDV-Systeme versprechen auch viele Unternehmen im Ausstellerbereich.

Neue EDV-Module

So führen u. a. die Unternehmen Audacon, Automotive Systems, BW Solution, HRF Software, HP Midmarket, Procar, RM-Netproject, Soft-NRG und Werbas Softwarelösungen für Handel und Service im Portfolio. Der Anbieter Soft-NRG (Halle 9.1/Stand E31) aus Dornach bei München präsentiert beispielsweise den Prototyp „Digital Service Advisor“, der eine persönliche und papierlose Annahme am Fahrzeug durch den Serviceberater ermöglichen soll. Zudem gibt es Zusatzmodule für Termin- und Kapazitätsplanung (TKP), Werkstatt-, Fuhrpark- und Reifen-Manager sowie das Soft-NRG-Paket „Info-Console“. Neue Produkte und EDV-Lösungen müssen den Arbeitsalltag in Werkstätten und Autohäusern optimieren, wissen auch die Entwickler der Werbas. Das Unternehmen stellt Neuheiten zur Werkstattplanung, dem Reifengeschäft, der Einsparung von Hardwareinvestitionen sowie zur Kundenbindung vor (Halle 9.1/Stand E32). Darüber hinaus wollen die Holzgerlinger mit dem „Werbas-Druckshop“ in Frankfurt ein CRM-Tool, das auf die Ansprüche kleinerer und mittlerer Betriebe zugeschnitten ist, vorstellen. Dieses bietet fertig getextete Vorlagen für Anschreiben und Postkartenaktionen, die sich unkompliziert versenden lassen. Darüber hinaus steht ein erweitertes Modul zur Reifeneinlagerung zur Verfügung. Das Programm erleichtert eine Selektion nach Profiltiefe, durch die gezielt Kunden angeschrieben werden können, die neue Pneus benötigen, meldete das Unternehmen. Auch BW Solution ist in der „IT-Halle“ zugegen (Halle 9.1/Stand E03) und stellt zielgerichtete Software, die Eigenangaben zufolge „Schwung in Fahrzeughandel und Kundenbeziehung“ bringen soll, aus. Die Hamburger präsentieren erstmals auf einer Messe den Verkäufer-Arbeitsplatz „CARLiner“ in neuem Layout. Das Programm umfasst die Bausteine Fahrzeugverwaltung, -vermarktung und Online-Interessenten-System. Unter letzterem versteht der Anbieter eine Lösung, mit der Händler fahrzeuginteressierte Web-Surfer auf die eigene Seite locken können. Über so genannte „Landezonen“ könnten potenzielle Kunden mit dem Autohaus Kontakt aufnehmen, hieß es.

„Erkennen, was erfolgreich macht“ – unter diesem Motto zeigt die HRF GmbH in der Main-Metropole Problemlösungen (Halle 9.1/Stand F12). Im Messegepäck wird die neue Softwarelösung für Ressourcenmanagement RMT sein. Das Programm soll Erfassung, Verplanung und Überwachung von Inventar und Werkzeugen ermöglichen. Darüber hinaus wird RMT durch ein Zusatzmodul zur besseren Verwaltungs- und Nutzungsplanung (VNP) ergänzt. Zudem haben die Reinheimer einen Prüf- und Wartungsplaner (PWP) sowie eine Ressourcen-Einsatzplanung (REP) entwickelt. Gleichfalls neu ist ein Transport- und Logistikmanagement-Modul (TLM) für das digitale Einlagerungsmanagement (RLV). Das Logistiktool soll die Abwicklung und Kontrolle beim Transport der eingelagerten Reifen zwischen Betrieb und Zentrallager erleichtern, so HRF. Zudem kommt das Produkt Werkstattplanung WPS in neuem Gewand nach Frankfurt. Die aktuelle Version 3.6 wurde laut Hersteller in Design und Funktionsumfang überarbeitet.

Reibungslose Abläufe

Der Schwerpunkt des Unternehmens Procar liegt auf der Lösung „ec@ros 2“ (Halle 9.1./Stand E44). Damit sollen sich Vertriebs- und Serviceprozesse optimieren lassen: „Von der Auftragserfassung über Werkstattplanung und Zeiterfassung bis zur Finanzbuchhaltung“, erläuterte der Vorstand Karl-Heinz Schlapp. Die Lösung eigne sich für Mehrmarken- und Mehrstandortbetriebe ebenso wie für kleinere Werkstätten. Das Besondere: Die Softwarelizenz könne sowohl klassisch erworben als auch als so genannte „Software as a Service“-Dienstleistung gemietet werden. Ein Vorteil nicht nur im Hinblick auf das Budget, sondern auch hinsichtlich der Administration, argumentiert das Unternehmen. Darüber hinaus bieten die Weiterstädter künftig Schnittstellen zum Honda-Servicesystem und zur DAT, erklärte Procar. Das junge Unternehmen RM-Netproject aus Krefeld hat sich auf Kundenbindungsprozesse spezialisiert und ist mit der Dienstleistung „MyServiceCard“ auf der Messe vertreten (Halle 9.0/Stand A88). Das im April 2010 gegründete Unternehmen beschreibt sein CRM-Tool als webbasierte Plattform, über die Servicemitarbeiter schon während des Kundengesprächs ein individuelles Angebot schneidern können. Ziel sei es, ein mehrjähriges Servicepaket zu verkaufen, um Loyalität und Kundenzufriedenheit zu gewährleisten und dem Betrieb Planungssicherheit zu ermöglichen. Das Unternehmen Automotive Systems hat sein Dealer Management System „Dartsplus“ um eine VW/Audi-Schnittstelle, eine Zeiterfassung und ein CRM ergänzt und aufgewertet (Halle 9.1, Stand F40). HP Midmarket Solutions zeigen mit dem DMS „Carlo“ eine Möglichkeit, wie Autohaus-Inhaber ihren Betrieb bequem überblicken können. Eigenen Angaben zufolge bietet das Tool Funktionen für die Bereiche Marketing, Controlling, Teilehandel sowie Buchhaltung. Neben der Software bietet das Unternehmen Hilfestellung rund um die Kunden-IT. So kümmern sich die Koblenzer um Servertechnologie, Security und Wartung der Infrastruktur. Der Datendienstleister Audacon bietet auf seinem Stand viel Platz für Gespräche (Halle 9.1/Stand D12). Neben der Präsentation der Anwendungen wird der Austausch im Vordergrund stehen: „Wir wollen in Frankfurt von beispielhaften Lösungen erzählen und unseren Kunden zuhören, welche Wünsche seitens des Marktes an uns herangetragen werden, erklärte Vorstand Rolf Wührl im Vorfeld.

Zusatzgeschäft durch Zubehör

BI-Automotive zeigt in Frankfurt u. a. den „Micro Car Holder“ zur Installation von mobilen Geräten im Fahrzeug. Zudem bringt das Handelshaus aus Niederkassel ein nachrüstbares DPS Park System und die Carbo Comfort Sitzheizung auf die Automechanika (Halle 4.1/ Stand H20). Aus dem Bereich Tuning haben sich zum Beispiel der Bremsenspezialist „Mov‘It“ sowie die Marken Oxigin und Carmani angekündigt. Letztere werden Leichtmetallräder in Halle 4.1 an Stand C64 ausstellen. ACR ist mit Multimedia-Lösungen der Marke Zenec am Start (Halle 4.1/ Stand E79). Die Schweizer präsentieren neben fahrzeugspezifischen Naviceivern der Ego-Serie den DVB-T Tuner ZE-DVBT50. Auch der Zubehör-Spezialist Thule gibt sich wieder die Ehre. Die Schweden stellen in Halle 4.0 auf den Ständen A10 und A11 aus. Insgesamt zeigt das Unternehmen auf 580 m2 Fläche Produkte und Leistungen aus den Bereichen nachrüstbare Lastträger und Anhängerkupplungen.

Partslife stellt auf der Automechanika ebenfalls neue Produkte und Leistungen zur Schau (Halle 5.0/Stand C09). Laut Angaben von Geschäftsführer Wolfgang Steube ist das Thema Entsorgung in der Vergangenheit im Vordergrund gestanden und im Markt hinreichend bekannt. Aus diesem Grund liege die Priorität heuer auf Energieeffizienz im Servicebetrieb. Interessierte können sich über die Bausteine Beratung (z. T. mit Fördermöglichkeiten), Spannungsregelung, Vertragsoptimierung sowie Photovoltaik (Kauf und Dachvermietung) informieren. Darüber hinaus gibt es Wissenswertes zur Leistung „Rent-A-Specialist“, bei der Betriebe einen externen Abfallbeauftragten mieten können.

Martin Schachtner

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