Geplante Werkstatt-Terminierung durch Versicherer: Kfz-Werkstatt muss Datenhoheit behalten

ZKF und BVdP begrüßem die Pläne der HUK-Coburg, dem Versicherungsnehmer einen digitalen Terminierung seines Werkstatttermins zu ermöglichen - unter gewissen Umständen. 
© Foto: ZDK/Volz

Die Verbände ZKF und BVdP begrüßen die Pläne der HUK-Coburg, dem Versicherungsnehmer per Online-Tool einen Besichtigungstermin in der Werkstatt zur Schadenaufnahme zu ermöglichen. Weitere Einblicke dürfe es aber nicht geben.


Datum:
11.02.2020

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



Die HUK-Coburg plant, ihren Versicherungsnehmern über ein webbasiertes Onlinetool einen Besichtigungstermin in der Werkstatt zur Schadenaufnahme zu ermöglichen. In einem gemeinsamen Positionspapier begrüßen der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) sowie der Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) diese Möglichkeit. Betont wird, dass es sich dabei aber nicht um einen Reparaturtermin handele. Zudem dürfe der Versicherer nur den von der Werkstatt definierten Slot und keine weiteren Einblicke oder Zugänge zur weiteren Werkstattplanung erhalten, so die Verbände.

Weiter heißt es, dass die Werkstatt bestimmen müsse, welche Termine für eine Onlinebuchung freigegeben werden. Sofern die HUK-Coburg darüber hinaus keine weiteren Informationen bekäme und auch keine Systemdaten der Werkstatt im Hintergrund abrufen könne, stehe dieser modernen Terminbuchung zur Besichtigung nichts im Wege, so die Verbände. Denn mit nur wenigen zusätzlichen Daten aus dem Werkstattsystem könnten schnell betriebswirtschaftliche Rückschlüsse auf den Betrieb gezogen werden. Das dürfe nicht geschehen, fordern ZKF und BVdP.

Ideal wäre es, wenn vorab Schnittstellen zu anderen Portalen zur Verfügung gestellt werden könnten, damit sich das Bedienen mehrerer Versicherer oder Schadensteuerer nicht weiter verkompliziere, hieß es.

Bei "Tracking" seien lediglich die Stati "Termin vereinbart", "Fahrzeug in Arbeit" und "Fahrzeug abholbereit" angedacht, sofern der Betrieb diese Informationen steuere. Eine zusätzliche Gliederung in weitere Reparaturschritte dürfe es nicht geben, ebenso keine weiteren Belastungen für die Werkstatt, wie manuelle Eingaben der Stati.

ZKF und BVdP plädieren an ihre Mitglieder, sich diese Schritte schriftlich zusichern zu lassen sowie eine genauere Aufstellung anzufordern, an welche Voraussetzungen und mit welchen Kosten die Nutzung verbunden ist. Beide Verbände gehen davon aus, dass ein solches Onlinetool den Werkstätten kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. (tm)

HASHTAG


#ZKF

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


asp AUTO SERVICE PRAXIS Online ist der Internetdienst für den Werkstattprofi. Neben tagesaktuellen Nachrichten mit besonderem Fokus auf die Bereiche Werkstatttechnik und Aftersales enthält die Seite eine Datenbank zum Thema RÜCKRUFE. Im neuen Bereich AUTOMOBILE bekommt der Werkstatt-Profi einen Überblick über die wichtigsten Automarken und Automodelle mit allen Nachrichten, Bildergalerien, Videos sowie Rückruf- und Serviceaktionen. Unter #HASHTAG sind alle wichtigen Artikel, Bilder und Videos zu einem Themenspecial zusammengefasst. Außerdem gibt es im asp-Onlineportal alle Heftartikel gratis abrufbar inklusive E-PAPER. Ergänzt wird das Online-Angebot um Techniktipps, Rechtsthemen und Betriebspraxis für die Werkstattentscheider. Ein kostenloser NEWSLETTER fasst werktäglich die aktuellen Branchen-Geschehnisse zusammen. Das richtige Fachpersonal finden Entscheider auf autojob.de, dem Jobportal von AUTOHAUS, asp AUTO SERVICE PRAXIS und Autoflotte.