FabuCar-Fall: Mercedes schaltet sich ab

Oliver Türpe aus Selm ist seit über 17 Jahren Kfz-Mechatroniker.
© Foto: FabuCar

Bei einem Mercedes W 201 Baujahr 1989 mit Vergaser gibt es ein Problem: Ab einer Kühlwassertemperatur von 70 Grad Celsius stirbt der Motor einfach ab. Die Lösung für das Problem gab es schnell bei FabuCar.


Datum:
30.07.2020
Lesezeit: 
3 min

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Das Problem

Oliver Türpe ist seit über 17 Jahren Kfz-Mechatroniker aus Selm und hat schon viele automobile Problemfälle geknackt. So soll es auch dieses Mal sein: Es geht um einen Mercedes W 201 aus dem Baujahr 1989. Der Wagen hat noch einen Vergaser. Das Problem: Ab einer Kühlwassertemperatur von 70 Grad Celsius stirbt der Motor einfach ab, dann ist auch die Zündung blockiert.

Oliver vermutet ein Kontaktproblem im Überspannungsschutzrelais im warmen Zustand - also ersetzt er das Teil, doch das Problem bleibt. Auch alle Steckverbindungen und Unterdruckschläuche prüft er, doch es gibt keine heiße Spur. Weil die Problemursache bei diesem Fehlerbild extrem vielfältig und der Wagen nicht mehr allzu geläufig ist, schildert er seinen Kollegen bei FabuCar das Problem. "Die Fehlerdiagnose hätte ewig dauern können. Ich hatte einfach die Hoffnung, dass jemand dieses Problem kennt und mir einen Hinweis geben und dadurch auch viel Zeit ersparen kann."

© Foto: FabuCar
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Die Lösung:

Und so kommt es. Die Lösung liefert Kfz-Profi Roland Zettl aus der Nähe von Baden-Baden. Ihm kommt das Problem bekannt vor und gibt den entscheidenden Hinweis. Denn mit über 4.000 Kommentaren war es nicht das erste Mal für Roland, dass er einen Fall lösen konnte und damit 50 Punkte für die halbjährige Rangliste sichern konnte. Sein Ratschlag war folgender: "Würde das Zündverteilersteuergerät mit Kältespray und Föhn auf Funktion prüfen ggf. ersetzen."

© Foto: FabuCar

Oliver Thürpe probiert den Tipp des Kollegen aus - und tatsächlich: "Zündsteuergerät war defekt! Danke nochmal!", schreibt er seinen fast 19.000 verifizierten Kollegen und hängt gleich ein Foto mit an, um anderen FabuCar-Nutzern zukünftig mit seinem Beitrag besser helfen zu können. Denn bei FabuCar wurden in den letzten 20 Monaten schon gut 6.000 solcher Problemfälle gelöst und stehen den Mitgliedern nun als Datenbank mit Suchfunktion zur Verfügung. Wer ebenfalls Berufs-Kfzler ist, kann sich die kostenlose App herunterladen und sich verifizieren lassen.

Das Zündsteuergerät war tatsächlich defekt.
© Foto: FabuCar

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