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LED-Nachrüstung: Angebot ausgebaut

LED-Lampen bieten eine deutlich höhere Lichtausbeute als konventionelle Halogenbirnen.
© Foto: Osram

LED-Nachrüstlampen sind inzwischen nicht nur als H7- und H4-Variante, sondern auch als Standlicht für zahlreiche Fahrzeuge erhältlich. Darüber hinaus wurde das Angebot im Offroad-Bereich ausgebaut. Wir stellen die spannendsten Neuheiten vor.


Datum:
09.11.2022
Autor:
Alexander Junk/asp AUTO SERVICE PRAXIS
Lesezeit: 
5 min
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Kurzfassung

Das Angebot an LED-Nachrüstlampen im H4- und H7-Format wird größer. Inzwischen lässt sich sogar das Standlicht auf die stromsparende LED-Technik umrüsten. Wichtig ist jedoch ein Blick in die Kompatibilitätsliste.

Vor rund zwei Jahren brachte Osram als erster Hersteller eine zugelassene LED-Nachrüstlampe (Night Breaker LED) im H7-Format auf den Markt, die sich für unterschiedliche Fahrzeugmodelle eignete. Rund ein Jahr später folgte Philips mit der Ultinon Pro 6000 mit einer eigenen Variante einer LED-Lampe in H7-Ausführung. Mittlerweile ist wieder ein Jahr vergangen und die Hersteller haben die Zeit genutzt, um ihr Produktportfolio zu diversifizieren und auch die Liste der unterstützten Autos zu erweitern.

Mit und ohne Straßenzulassung

So hat Osram auf der Messe Automechanka das komplette Produktportfolio an LED-Lampen vorgestellt. Ganz neu ist die Night Breaker H4-LED, eine straßenzugelassene LED-Nachrüstlampe im H4-Format mit kombiniertem Abblend- und Fernlicht für ausgewählte Neu- und Gebrauchtwagenmodelle. Die Lampe schaffte es sogar ins Finale der diesjährigen Automechanika Innovation Awards. Zu den Highlights der Lampe zählen eine laut Osram 230 Prozent höhere Helligkeit als mit herkömmlicher Halogenbeleuchtung und eine fünfmal längeren Lebensdauer im Vergleich zu den Mindestanforderungen von Halogenlampen. Auch die Blendung anderer Verkehrsteilnehmer soll durch die Lampe reduziert worden sein. Die H7-Version ist zudem auch für Fahrzeuge mit 24 Volt geeignet, also auch für den Nutzfahrzeugbereich interessant. So ist die H7-Lampe beispielsweise in den MAN-Modellen TGE, TGX und TGL nutzbar. Zudem werden auch Wohnmobilfahrer nicht außen vor gelassen: Fahrzeuge wie der Fiat Ducato, Citroën Jumper, Ford Transit, Ford Tourneo, Mercedes-Benz Sprinter, VW Crafter und Peugeot Boxer und darauf aufbauende Marken sind ebenfalls in der Kompatibilitätsliste enthalten. Zudem werden seit Beginn des Jahres der Audi A1 (8X) Facelift, BMW 1er (F20/F21) Facelift, Skoda Octavia 5E (3) Facelift, VW Golf Sportsvan (auch Facelift), Tiguan 2 (AD1) Allspace und Touran 1 T2 (GP) unterstützt.

Die Night Breaker H4-LED von Osram ist die neueste Variante der Nachrüstlampe.
© Foto: Osram

Im Offroad-Bereich, wo eine Straßenzulassung keine Rolle spielt, hat Osram sein LEDriving-Portfolio erweitert. Mit der Version HL Intense bietet das Unternehmen seine bislang leistungsstärkste LED-Offroad-Nachrüstlampe an, welche bis zu 350 Prozent mehr Helligkeit verspricht. Die Version LEDriving HL Easy soll dank sockelbasiertem Plug-and-Play-System besonders einfach zu montieren sein und kommt ohne Adapter und Kappen aus. Das Modell LEDriving HL Bright soll hingegen besonders kompakt sein.

Philips setzt auf LED-Standlicht

Auch bei Philips Lumileds wurde das Produktportfolio erweitert. Neben der im letzten Jahr vorgestellten Ultinon Pro 6000 H7-LED wurde Anfang des Jahres die H4-LED präsentiert, die Abblendlicht und Fernlicht kombiniert. Auch bei der Philips Ultinon Pro 6000 H4-LED verspricht der Hersteller ein bis zu 230 Prozent helleres Licht als bei einer herkömmlichen Halogenlampe. Mit einer tageslichtähnlichen Farbtemperatur von bis zu 5.800 Kelvin soll die Lampe zudem eine exaktere Lichtverteilung liefern und eine sechsmal höhere Lebensdauer als Halogenlampen bieten.

Ganz neu im Programm ist die LED-Nachrüstlampe W5W-LED, die erste Nachrüstlösung für das Standlicht mit Straßenzulassung in Deutschland. Denn bislang war das Standlicht von der LED-Nachrüstung ausgespart, was zur Folge hatte, dass keine durchgehend gleiche Lichtfarbe bei der Fahrzeugfront zu finden war. Autofahrer können mit der Philips Ultinon Pro 6000 W5W-LED nun auch das Standlicht (beziehungsweise Begrenzungslicht oder Parklicht) ihres Fahrzeugs auf LED-Licht umrüsten und den Frontscheinwerfern so eine stylische und vollständige LED-Optik verleihen.

Die Standlicht-Lampe W5W-LED lässt sich auch zur Beleuchtung des Innenraums einsetzen.
© Foto: Philips

Mit einer Lichtfarbe von bis zu 6.000 Kelvin soll die Lampe ein helles weißes Licht erzeugen, das dem Tageslicht ähnelt und von der Lichtfarbe auf das Weiß der anderen Ultinon-Modelle abgestimmt ist. Und auch der Fahrzeuginnenraum lässt sich mit der der W5W-LED erleuchten, beispielsweise für das Leselicht, die Handschuhfachbeleuchtung oder die Armaturenbeleuchtung. Die Lampe ist vom Start weg für unterschiedliche Fahrzeuge zugelassen, darunter den Audi A3 (8P, Baujahr 2003 bis 2008), Citroën C3 Picasso (Baujahr 2009 bis 2017) und den Dacia Lodgy.

Obwohl Philips hier keine konkreten Zahlen nennt, sollen zusammen mit den beiden anderen Ultinon-Modellen bereits mehr als 200 verschiedene Fahrzeugmodelle unterstützt werden, darunter auch Wohnmobile. Der Hersteller gewährt auf die W5W-LED zudem drei Jahre Garantie und hat die Lampe für 10.000 Betriebsstunden ausgelegt.

 


Tipps für die LED-Nachrüstung

  • Keine Lampe ohne Genehmigung
    Jede LED-Nachrüstlampe wurde von einer Prüforganisation wie dem TÜV
    SÜD für den entsprechenden Fahrzeugtyp getestet und vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) freigegeben. Die Lampe darf daher nur in freigegebenen Fahrzeugen verwendet werden. Eine Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) muss stets mitgeführt werden.
  • Vorsicht bei Linksverkehr
    Eine Fahrt ins europäische Nachbarland stellt mit einer LED-Nachrüstlampe im Regelfall kein Problem dar, da die Lampe in Deutschland zugelassen ist und das auch europaweit gilt. Eine Ausnahme sind Länder mit Linksverkehr: Hier darf eine LED-Nachrüstlampe nicht verwendet werden.
  • Hakelige Installation
    Obwohl die Hersteller anderes suggerieren, ist die Installation der Lampe nicht immer problemlos möglich. Manche Fahrzeuge benötigen einen speziellen CAN-Bus-Adapter, weil Steuergeräte eine LED-Lampe aufgrund des geringeren Strombedarfs als defekt interpretieren können. Auch ist bei manchen Fahrzeugen ein extra Adapterring notwendig.


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