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Automobiltechnik: Ein Filter für alle Fälle

Ob Luftfilter, Kraftstofffilter oder Ölfilter - sie alle tragen zu einer reibungslosen Funktion des Motors bei. Wir stellen die neuesten Entwicklungen aus dem Bereich vor und erklären, was beim Austausch zu beachten ist.


Datum:
03.09.2021
Autor:
Alexander Junk
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Kurzfassung

Filter für Kraftstoff, Luft und Öl sollten für eine einwandfreie Funktion regelmäßig gewechselt werden. Wir stellen die neuesten Produkte der Hersteller vor und erklären, was Werkstätten beim Austausch beachten sollten.

Ohne Filter kann kein Motor funktionieren: Luftfilter reinigen die angesaugte Luft für die Verbrennung, Kraftstofffilter sorgen für reibungslose Funktion des Motors und Ölfilter für eine einwandfreie Schmierung. Sie alle leisten Schwerstarbeit gut versteckt hinter Blech- und Kunststoff-Blenden oder eingebettet in Kreisläufe. Darum brauchen sie Aufmerksamkeit: Ein regelmäßiger Austausch beugt unter anderem einem zu hohen Kraftstoffverbrauch und einer verringerten Motorleistung vor.

Schmutzpartikel fernhalten

Der Kraftstofffilter hält Schmutzpartikel und Wasser von der Einspritzanlage fern. Ist der Filter verstopft, kann die Motorleistung abnehmen. Auch unregelmäßiges Ruckeln bei der Gasannahme kann ein Indiz sein. Nach dem Filterwechsel sollte das Kraftstoffsystem entlüftet werden und der neue Filter schon vor der Montage mit Kraftstoff befüllt werden, um ein Trockenlaufen zu verhindern. Ansonsten kann es schnell zu schwerwiegenden Schäden kommen.

Kraftstofffilter gibt es unter anderem vom Zulieferer Mahle. Der Hersteller bietet laut eigenen Angaben dieselben hohen Sicherheits-Standards bei Austausch-Filtern wie bei OE-Filtern an. Selbst bei Unfällen soll die Dichtheit gewährleistet sein. Der italienische Hersteller UFI Filters hat mit Formula UFI Extreme ein spezielles Filtermedium für Krafstofffilter parat, das selbst unter schwierigsten Bedingungen optimale Leistungen erbringen soll. So besitzt das Filtermaterial eine synthetische Basis, die eine Filtrationseffizienz von über 99,5 Prozent bei der Kraftstofffiltration garantiert und zudem mit Biodiesel kompatibel ist. Weitere Vorteile: Geringe Druckverluste sowie ein geringerer Platzbedarf als bei herkömmlichen Filtern. Noch einen Schritt weiter geht das Filtermaterial Formula UFI Stratiflex, das durch die schichtweise Anordnung verschiedener Materialien wie Zellulose, Glasfasern und hydrophobem Gewebe das effizienteste Medium für die Abscheidung von Wasser aus Dieselkraftstoff sein soll. Es eignet sich laut UFI auch für die Ölfiltration und bietet dort besonders lange Wechselintervalle.

Auch bei niedrigen Temperaturen

Im Gegensatz zum Krafstofffilter hält der Ölfilter vor allem Staub, Metallabrieb oder auch Ruß vom Motor fern, die sich im Öl angesammelt haben. Mahle hebt bei seinen Ölfiltern die stabile Faltengeometrie für eine gute Kaltstartfestigkeit hervor - Belastungsspitzen bis zu 20 bar sollen durch die hohe Druckfestigkeit des Gehäuses kompensiert werden. Ein Bypassventil soll zudem die Ölversorgung auch bei niedrigen Außentemperaturen und sogar bei stark verschmutzten Filterelementen sicherstellen.

UFI Filters bewirbt das Filtermedium Formula UFI Micon für Ölfilter, das aus Glasfasern besteht, die teilweise mit anderen synthetischen Fasern kombiniert werden. Das Ergebnis soll selbst kleinste Partikel filtern. Auch wird ein Verstopfen des Filters verhindert, was längere Wartungsintervalle und eine Reduzierung der Druckverluste im Schmiersystem ermöglicht. Dank des ölabweisenden Materials, welches das Filtermedium gegen die säurehaltigen Umgebungen der Blow-By-Gase resistent macht, kann es auch für Blow-By-Filter eingesetzt werden.

Beim Ersetzen des Ölfilters sollte immer auch die dazugehörige Dichtung ausgetauscht und vor der Montage mit frischem Motoröl benetzt werden. Steht ein Ölwechsel an, bietet Mahle zudem bei Anschraub-Ölfiltern der OC-Serie zum Lösen des auszutauschenden Filters ein spezielles Werkzeug (OCS). Der Ölfilterschlüssel darf jedoch nur zum Lösen des Filters eingesetzt werden, da beim Festziehen sonst die beschichtete Oberfläche des Filtergehäuses beschädigt werden kann, was Korrosion begünstigt und für Ölaustritt sorgen kann.

Röhren für mehr Effizienz

Der Luftfilter wiederum reinigt die angesaugte Luft von Fremdpartikeln, um einen optimalen Verbrennungsprozess im Motor sicherzustellen. Partikel können kleinste Staubteilchen und Ruß, aber auch gröbere Objekte wie Laub und Insekten sein. Luftfilter von Mahle sollen laut Angaben des Herstellers Staub, Ruß und Reifenabrieb um bis zu 99,9 Prozent aufnehmen. Durch die hohe Aufnahmekapazität sollen lange Betriebszeiten auch unter Extrembedingungen wie Hitze und Kälte ermöglicht und der Verschleiß an Motorkomponenten reduziert werden.

Hersteller UFI Filters hat mit dem Multitube Filter eine besondere Luftfilterbauart in Röhrenform parat. Die spezielle aerodynamische Form soll eine hohe Effektivität haben und weniger schmutzanfällig sein. Zudem soll Multitube einen sehr hohen Wirkungsgrad bieten und die Strömungsdynamik beim Luftdurchfluss zum Motor verbessern. Das wiederum minimiert sowohl den Widerstand als auch den Druck- und Energieverlust. Bis zu vier Prozent mehr Motorleistung verspricht UFI bei Einsatz des Filters. Zu den Vorteilen des Multitube gehören zudem seine Modularität und geometrische Flexibilität, was den Einbau in unterschiedlichen Fahrzeugklassen erlaubt. Multitube kann beispielsweise in hochpreisigen Sportwagen, aber auch in Kleinwagen eingesetzt werden. Zudem soll das System dank der leichten Zugänglichkeit sehr wartungsfreundlich sein. Nicht unwichtig, denn beim Luftfiltertausch ist zu beachten, dass der Filter richtig im Luftfilterkasten sitzt, da sonst ungefilterte Luft angesaugt werden kann.

Wasserstoff-Autos: Auch Brennstoffzellen brauchen Filter

Mit Wasserstoff und Brennstoffzelle betriebene Fahrzeuge haben allgemein das Problem, dass die für den Betrieb benötigte Luft eine hohe Reinheit aufweisen muss. Denn Brennstoffzellen beinhalten Platin als Katalysator, mit dessen Hilfe die Umwandlung von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser erfolgt sowie die elektrische Energie für den Antrieb entsteht. Gerade in Städten mit hoher Luftverschmutzung kann dies die Lebensdauer der Brennstoffzelle einschränken, wenn die Luft nicht effektiv gefiltert wird. Dem Problem ließe sich mit dem Einsatz von mehr Platin begegnen, was aber selten und teuer ist. Besser ist es deshalb, die Zuluft mithilfe von leistungsfähigen Filtern zu reinigen.Zwei neue FilterlösungenHersteller Mahle hat deshalb zwei standardisierte Luftfilterlösungen für Brennstoffzellen entwickelt. Die neuen Luftfilter für Zellen mit einer Leistung von 25 bis 50 Kilowatt beziehungsweise 80 bis 120 Kilowatt sollen Brennstoffzellen zuverlässig vor Schadgasen und Partikeln schützen. Ein Trägermaterial sorgt für mechanische Stabilität, eine Partikelfilterschicht scheidet unerwünschte Partikel zu 99,9 Prozent ab. Eine Molekularschicht verhindert das Eintreten von Ammoniak in die Brennstoffzelle, eine Aktivkohleschicht nimmt unerwünschte Kohlenwasserstoffe auf, und eine weitere Aktivkohleschicht mit spezieller Imprägnierung verhindert den Eintritt von Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff und Stickoxiden.

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