Die Werkstattkette Pit-Stop fühlt sich zu Unrecht von den Reportern des ZDF-Magazins "Frontal 21" ins Visier genommen. Ein vergangene Woche gesendeter Bericht beruhe "weitgehend auf falschen Tatsachen", sagte Unternehmenssprecherin Birgit Holm gegenüber AUTO SERVICE PRAXIS Online. Man prüfe rechtliche Schritte. In dem Beitrag wurde der Werkstattkette in erster Linie vorgeworfen, bei Reparaturen systematisch mehr Leistungen und Teile zu verkaufen als notwendig. Beispielhaft genannt wurden dabei zwei Kunden und ein ehemaliger Mitarbeiter. Der Kfz-Meister erklärte, man habe ihm hohe Umsatzvorgaben gegeben und Druck auf ihn ausgeübt, wenn diese nicht erreicht worden seien. Belegt wurde dies anhand des früheren Arbeitsvertrages. "Umsatzziele gibt es in vielen Unternehmen", erklärte dazu Holm. Damit könne nicht der Vorwurf des Überverkaufs an Leistungen oder Teilen belegt werden. "So etwas gibt es bei uns nicht", betonte die Sprecherin, deren Unternehmen 2004 einen Umsatz von 129,5 Mio. Euro machte (2003: 116,6 Mio. Euro). Auch die dargestellten Kundenbeschwerden rechtfertigen aus Holms Sicht nicht diesen Generalverdacht. Es handele sich vielmehr um Einzelfälle, bei denen zwar ein Fehler gemacht, aber nicht vorsätzlich abgezockt worden sei. Insgesamt liege die Reklamationsquote bei Pit-Stop unter einem Prozent. Man habe ein strenges Qualitätskonzept und gebe viel Geld für interne Kontrollen aus. Jede der derzeit 331 Filialen müsse damit rechnen, mindestens einmal pro Jahr von einem "Mystery-Shopper" besucht zu werden. Zudem verwies Holm auf einen hohen Stammkundenanteil. Die ZDF-Redaktion gibt dagegen an, noch zahlreiche weitere Beispiele von vermeintlich geprellten Autofahrern zu haben. Auf ihrer Homepage ist der Beitrag als Video-Stream abrufbar. (ng)
Wirbel um ZDF-Bericht über Pit-Stop
Werkstattkette fühlt sich zu Unrecht von "Frontal 21" ins Visier genommen