Im Bonner Haus der Geschichte ist heute ein Wartburg 353 präsentiert worden, der nur aus Ersatzteilen entstanden ist. Lehrlinge des Technologie- und Berufsbildungszentrums aus Eisenach bauten das Auto zusammen. Die nötigen Einzelteile dazu bekamen sie von Lesern der Tageszeitung "Thüringer Allgemeine", die vor einem Jahr einen "Spendenaufruf" gestartet hatte. Zudem steuerte der Verein des Automobilmuseums Eisenach ein altes Fahrgestell und die Karosserie bei. Der ehemalige Traum vieler DDR-Bürger – das Modell wurde mehr als 1,2 Mio. Mal verkauft – zeuge von der Tradition des Automobilstandortes Eisenach, den wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der DDR, aber auch vom Einfallsreichtum und Improvisationstalent seiner Bürger, hieß es in einer Mitteilung des Museums. Der Wartburg ist noch bis 17. Juli im Foyer des Museums zu sehen, ehe er in die nicht-öffentlichen Sammlungen des Hauses übernommen wird. (ng)
Wartburg kommt ins Haus der Geschichte
Modell 353 ist komplett aus Ersatzteilen gefertigt