GVA-Präsident Hartmut Röhl verkauft sein Teilehandelsunternehmen, die Dr. Erwin Krebs Kraftfahrzeugteile Nachf. Röhl GmbH + Co. KG. Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 heißt der neue Inhaber PV Automotive. Als neues Servicezentrum für den Raum Rhein/Ruhr stelle das Mönchengladbacher Teilehandelshaus eine ausgezeichnete Ergänzung der bisherigen PV-Vertriebsstruktur dar, freut sich Stephan Rahmede, Geschäftsführer von PV Automotive. Das Besondere an der Übernahme: Krebs Kraftfahrzeugteile ist Gesellschafter der Carat-Unternehmensgruppe und war als solcher bislang ein Wettbewerber der PV Automotive. Hartmut Röhl bedauerte zwar, dass er "nach 30-jähriger Zugehörigkeit zur ad-augros/Carat-Kooperation" sein Unternehmen künftig nicht in diesem Verbund fortgeführt sieht. Doch habe es aus dem Carat-Umfeld kein Angebot gegeben. Das bestätigte Thomas Vollmar, Geschäftsführer der Carat-Gruppe: Man habe sich bemüht innerhalb der Gruppe einen Käufer für das traditionsreiche Mönchengladbacher Teilehandelshaus zu finden, doch bei keinem der in Frage kommenden Gesellschafter habe das Unternehmen strategisch ins Konzept gepasst. Man freue sich aber über die gefundene Lösung und die Fortführung des Betriebs sowie die Übernahme aller Mitarbeiter. Das war für Hartmut Röhl das ausschlaggebende Kriterium: Seine Bedingungen für einen Verkauf, Standortsicherung und Mitarbeitererhalt, seien vom neuen Eigentümer vertraglich zugesichert worden. Aus dem eigenen Familienkreis habe kein Nachfolger bereit gestanden, so der 63-Jährige. Kundenstruktur erhalten Laut Rahmede versucht PV die Kundenstruktur des übernommenen Betriebs vollständig zu erhalten. Natürlich werde sich das Sortiment und Teilespektrum des Mönchengladbacher Servicezentrums in Richtung PV Automotive entwickeln. "Wir werden unser Möglichstes tun, die bisherigen Krebs-Kunden zufrieden zu stellen", sagte Rahmede. Dem GVA wird Hartmut Röhl auch künftig als Präsident vorstehen. Denn nach dem Betriebsübergang wird Röhl als Berater für PV Automotive arbeiten und somit die Voraussetzung erfüllen, wonach der GVA-Präsident eine Anbindung an ein Verbands-Unternehmen haben muss. Neben der Beratertätigkeit kann Röhl sich künftig ganz auf die Lobbyarbeit für den freien Teile- und Reparaturmarkt konzentrieren und ein bisschen sein Privatleben genießen, wie er erfreut hinzufügt. (msh)
Verkauf: PV Automotive übernimmt Carat-Gesellschafter
GVA-Präsident Hartmut Röhl gibt sein Teilehandelsunternehmen ab