Verkauf an Spyker: Neue Zukunft für Saab

27.01.2010 09:02 Uhr
Der niederländische Sportwagen-Hersteller Spyker übernimmt das Steuer bei Saab.
© Foto: Archiv/Saab/Spyker/AHO-Montage

Der schwedische Autobauer ist vorerst gerettet. Der US-Mutterkonzern General Motors verkauft seine angeschlagene Tochter für insgesamt 400 Millionen Dollar an den niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker. .

Saab ist buchstäblich in letzter Minute gerettet worden. Der US-Mutterkonzern General Motors verkauft seine angeschlagene Tochter für insgesamt 400 Millionen Dollar (283 Millionen Euro) an den niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker. GM bestätigte am Dienstag in Detroit den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. Die geplante Schließung von Saab mit seinen 3.400 Mitarbeitern ist damit vom Tisch. "Die Vereinbarung mit Spyker Cars hat Saabs Zukunft gesichert", sagte Saab-Chef Jan Ake Jonsson. Mit frischen Modellen wie der Limousine 9-5 will das chronisch defizitäre Unternehmen wieder in die richtige Spur kommen. "Ich bin sicher, wir werden erfolgreich sein." Spyker-Chef Victor Muller versprach Saab alle nötige Hilfe. Die Mitarbeiter waren erleichtert. "Wir sehen mit dem neuen Besitzer eine Zukunft", sagte Gewerkschafterin Anette Hellgren dem schwedischen Sender SVT. Eine Arbeitsplatz-Garantie gibt es indes keine. Käufer Spyker stellt eigentlich Sportwagen her. Einer breiten Öffentlichkeit ist das kleine Unternehmen mit dem Einstieg in die Formel 1 bekanntgeworden. Die Niederländer hatten 2006 das Team Midland um den deutschen Piloten Adrian Sutil übernommen, aber ein Jahr später schon wieder an den indischen Milliardär Vijay Mallya weiterverkauft. "Fairen Preis erzielt" Spyker zahlt für Saab 74 Millionen Dollar in bar. Darüber hinaus bekommt General Motors Vorzugsaktien an dem neuen Unternehmen im Wert von 326 Millionen Dollar. "Wir haben einen fairen Preis für die GM-Aktionäre erzielt", sagte der mit dem Verkauf betraute GM-Planungschef John Smith. Die Schließung von Saab sei nie das bevorzugte Ziel gewesen, beteuerte er. GM habe selbst eine harte Zeit durchgemacht. "Wir wünschen das niemand anderem."

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