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Trotz Corona: Zahl der Unternehmensinsolvenzen bleibt niedrig

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im November auf einen neuen Jahres-Tiefstand gesunken.
© Foto: Markus Bormann – stock.adobe.com

Staatliche Hilfsmaßnahmen haben eine Pleitewelle infolge der Corona-Krise bisher verhindert. In den kommenden Monaten erwarten die Forscher des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle jedoch einen Anstieg der Zahlen.


Datum:
03.12.2020
Lesezeit: 
3 min
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Trotz anhaltender Corona-Krise bleibt die Zahl der Firmenpleiten laut einer Studie weiter niedrig. Im November seien 684 Unternehmensinsolvenzen gemeldet worden, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Donnerstag mit. Damit meldeten die IWH-Forscher die niedrigsten Zahlen seit Beginn dieses Jahres. Im Oktober waren gut 70 Fälle mehr gemeldet worden. Für den Zeitraum zwischen Januar und Mai meldete der IWH-Insolvenztrend zwischen 900 und 1000 betroffene Personen- und Kapitalgesellschaften pro Monat.

Auffällig ist den Forschern zufolge, dass derzeit vergleichsweise wenige Arbeitsplätze von Pleiten betroffen sind. "Nimmt man die Anzahl der von Insolvenz betroffenen Jobs seit Beginn der Krise in den Blick, war das Insolvenzgeschehen in den Monaten Oktober und November am ruhigsten", sagte der Leiter der IWH-Insolvenzforschung, Steffen Müller. Das liege vor allem an einem Rückgang bei den Insolvenzen großer Unternehmen.

Der Staat versucht mit Milliardenhilfen, Kurzarbeitergeld und teils gelockerten Insolvenzmeldepflichten die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern. Eine Pleitewelle erwarten die IWH-Insolvenzforscher vor diesem Hintergrund zunächst nicht.

Das IWH wertet jeden Monat die Bekanntmachungen deutscher Insolvenzgerichte aus und verknüpft sie mit Bilanzzahlen betroffener Unternehmen. Damit kann das Institut deutlich schneller Daten liefern als die amtliche Statistik. IWH-Experte Müller und sein Team gehen davon aus, dass die Zahl der Unternehmenspleiten in den kommenden Monaten tendenziell steigt und sich auf einem langjährigen Niveau normalisiert. (dpa)

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