Der von Pannen heimgesuchte japanische Autohersteller Toyota arbeitet fieberhaft daran, seine Wagen sicherer zu machen. Im Notfall sollen Fahrer ihr Auto leichter zum Stehen bringen können. Toyota erwäge, den Startknopf derart umzubauen, dass ein dreimaliges Drücken den Motor ausschaltet, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Bislang muss der Knopf drei Sekunden lang kontinuierlich gedrückt bleiben. Sicherheitsexperten hatten die Funktion bereits früher kritisiert, weil sie in Notsituationen unbrauchbar sei. Der Konzern muss mehr als acht Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und gefährlich rutschender Fußmatten zurückrufen. In beiden Fällen lassen sich die Autos schlimmstenfalls nicht mehr auf gewöhnlichem Wege stoppen, sondern beschleunigen kontinuierlich weiter. Weil Toyotas sich nicht mehr anhalten ließen, soll es bereits mehrere Tote gegeben haben. Fehlerhafte Bremsen bei mehreren Hybridfahrzeugen, darunter dem Verkaufsschlager Prius, kamen jüngst verschärfend hinzu. Hier müssen 437.000 Wagen in die Werkstätten. Toyota rechnet mit einer Milliardenbelastung wegen des Debakels. Bereits im Januar waren die Verkäufe drastisch zurückgegangen. (dpa)
Toyota: "Not-Aus" in Erwägung gezogen
Toyota möchte dafür sorgen, dass die eigenen Fahrzeuge in Notfällen leichter zum Stehen kommen. Der Motor soll künftig nach dreimaliger Betätigung stoppen. Aktuell geht der Motor erst aus, wenn der Schalter drei Sekunden lang gedrückt bleibt.