Die Bundesregierung will künftig das Manipulieren des Tachometers unter Strafe stellen. Eine entsprechende Änderung des Straßenverkehrs- gesetzes hat Verkehrsminister Manfred Stolpe – in Absprache mit Justizministerin Brigitte Zypries – heute in Berlin angekündigt. Illegale Änderungen am Kilometerzähler könnten mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet werden, sagte Stolpe. Nach seinen Worten werden künftig auch Mitarbeiter von Werkstätten, die im Auftrag elektronische Kilometerzähler zurückstellen, hart sanktioniert. Die Gesetzesänderung werde notwendig, um potenzielle Gebrauchtwagenkäufer oder Versicherungen besser vor Übervorteilungen schützen zu können. Der Wert eines Fahrzeugs bemesse sich im wesentlichen nach dem Kilometerstand. Seit geraumer Zeit sei festzustellen, dass Spezialisten das Nachjustieren von Wegstreckenzählern als Dienstleistungen im Internet oder Zeitungsannoncen vermehrt und offen unter Hinweis auf die Straflosigkeit der Fälschung anbieten, hieß es. "Dem schieben wir jetzt einen Riegel vor", erklärte Zypries. (rp)
Tacho-Manipulierern droht künftig Gefängnis
Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht Freiheits- oder Geldstrafen vor