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Studie: Porsche ist attraktivster Arbeitgeber der Autobranche

Studienabsolventen bewerben sich laut einer Studie des Ifa-Instituts für Automobilwirtschaft deutlich lieber bei Autoherstellern als bei Autohändlern.
© Foto: contrastwerkstatt / Fotolia

Eine Erhebung des Ifa-Instituts offenbart bei der Arbeitgeber-Attraktivität einmal mehr ein deutliches Gefälle zwischen Autoindustrie und -Handel. Die Studie offenbart zudem, dass Berufsanfänger großen Wert auf ein gutes Betriebsklima und Jobsicherheit legen.

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Das Ifa-Institut für Automobilwirtschaft hat 1.575 Studierende und Young Professionals zum Thema Arbeitgeberattraktivität in der Automobilbranche befragt. Das Ergebnis: Porsche ist auf einer Skala von eins bis sechs mit der Note 1,98 der beliebteste Arbeitgeber der Automobilbranche. Auf Platz zwei folgt der Vorjahressieger Bosch mit der Note 2,01.

Insgesamt offenbarte die Studie wie in den Vorjahren deutliches Beliebtheits-Gefälle zwischen Autoherstellern und Zulieferern auf der einen und dem Autohandel sowie dessen Dienstleistern auf der anderen Seite. So lag die Durchschnittsnote der Top fünf bei den Herstellern bei 2,27 und den Zulieferern bei 2,73. Die Top fünf der Autohandelsgruppen hingegen kamen lediglich auf 3,20 und die Top fünf der Handels-Dienstleister auf 3,27.

Hahn Gruppe bester Händler in der Studie

Mit diesem Ergebnis endet der Studie zufolge der Trend der vergangenen Jahre, wonach der Handel die Lücke zu den Herstellern etwas verkleinern konnte. Die beste Note von allen Autohandelsgruppen gaben die Befragten in diesem Jahr der Hahn Gruppe mit einem Wert von 3,06. Auf den Rängen dahinter landeten die Emil-Frey-Gruppe (3,10), die ahg Autohandelsgesellschaft (3,13), die AVAG Holding SE (3,29 und die Senger Gruppe (3,40).

In der Kategorie Autohersteller folgten auf Spitzenreiter Porsche die Autobauer Mercedes-Benz mit 2,13 und Audi mit 2,39. Den Studienautoren zufolge zeigte sich bei den Autoherstellern dabei ein merklicher Unterschied zwischen Volumen- und Premiumfabrikaten, welche durch die Bank besser abgeschnitten hätten. Bei den Zulieferern lag Bosch an der Spitze. Dahinter kamen Continental (2,72) und ZF (2,76). Als attraktivsten Autohandels-Dienstleister sahen die Studenten den TÜV SÜD mit der Note 3,08. Platz zwei und drei gingen mit merklichem Abstand an Dekra (3,24) und Sixt (3,32).

Captives profitieren von ihrer Herstellermarke

Zwischen dem hohen Attraktivitätsniveau der Automobilindustrie und den als deutlich unattraktiver bewerteten Unternehmen des Kfz-Gewerbes ordneten sich die Kategorien Finanzdienstleister (Durchschnittsnote Top fünf: 3,03) und Beratungsunternehmen (Durchschnittsnote Top fünf: 2,65) ein. Bei den Finanzdienstleistern zeigte sich dabei deutlich, dass die Captives von ihren Herstellermarken profitieren: Auf den Plätzen eins bis drei der Kategorie landeten Porsche Financial Services (2,70), die Mercedes-Benz Bank (2,73) und die BMW Bank (3,00). Als erster Non-Captive Finanzdienstleister fand sich die Santander Consumer Bank (3,46) auf Rang fünf.

Bei den Beratungsunternehmen errang McKinsey & Company (2,56) die Spitzenposition. Die Boston Consulting Group (2,57) und Ernst & Young (2,60) holten Rang zwei und drei.

Berufsanfänger legen vor allem Wert auf ein gutes Betriebsklima sowie Sicherheit

Neben der Attraktivität einzelner Arbeitgeber wollten die Studienautoren von den Befragten auch wissen, was Berufsanfängern bei ihren Arbeitgebern wichtig ist. Dazu mussten die Studienteilnehmer unterschiedliche Faktoren auf einer Skala von eins (sehr wichtig) bis fünf (unwichtig) bewerten. Das Ergebnis: Betriebsklima (1,29) und ein sicherer Arbeitsplatz (1,56) waren für Berufsanfänger am bedeutendsten. Ebenfalls wichtig waren Führungskultur im Unternehmen (1,81), Monetäre Sozialleistungen (1,90) sowie ein Hohes Gehaltsniveau (1,91). Das Image der Produkte und Dienstleistungen (2,06) und das Image des Arbeitgebers (2,07) haben einen etwas geringeren Einfluss auf die Unternehmensauswahl.

Eine ähnliche Auswahl mussten die Befragten im Hinblick auf ihre berufliche Tätigkeit treffen. Spitzenreiter hier: eine kollegiale Arbeitsatmosphäre (1,47). Ähnlich relevant waren berufliche Entwicklungsmöglichkeiten (1,52), Aufstiegsmöglichkeiten (1,65) sowie Wertschätzung der eigenen Arbeit (1,71).

Gehaltswünsche werden in der Pandemie bescheidener

Auffällig bei der Befragung ist der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Gehaltsvorstellungen der Berufseinsteiger: So lag die durchschnittliche Gehaltsvorstellung bei Bachelor-Studenten in diesem Jahr bei 39.000 Euro. Im Vorjahr waren es noch 45.000. Eine ähnliche Tendenz gebe es bei Masterstudenten, so die Studienautoren. Zudem habe sich gezeigt, dass Studierende der Wirtschaftswissenschaften deutlich moderatere Gehaltsvorstellungen haben, als Studierende der Technik- und Ingenieurswissenschaften.

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