Scheinwerfereinstell-Prüfsysteme: Keine Pauschallösung in Sicht

Die Umsetzung der HU-Scheinwerfer-Prüfrichtlinie ist für Werkstätten nicht immer einfach.
© Foto: MAHA


Datum:
15.12.2016
Autor:
Valeska Gehrke

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Auch wenn der Bestandsschutz um ein Jahr verlängert wurde, müssen Werkstätten, die weiter die HU abnehmen möchten, ihre Scheinwerferprüfsysteme bis zum 1.1.2018 den neuen Anforderungen anpassen. "Die HU-Richtlinie beinhaltet dabei die Fläche für das Scheinwerfereinstellgerät sowie die Aufstellfläche für das Fahrzeug", erklärt Imre Makra, Produktmanager Scheinwerfereinstellgeräte bei Bosch Automotive Service Solutions. Hier gilt es, sich zunächst für eine geeignete technische Lösung zu entscheiden. Welche dabei die beste ist, hängt stark von den individuellen Begebenheiten der Werkstatt ab.

"In den meisten Fällen ist bereits ein bestehender Prüfplatz nach entsprechender Vermessung ohne große Aufwände als geeignet einzustufen", erklärt Markus Weber, Leiter Business Development & Marketing bei MAHA. So lassen sich beispielsweise hochwertige Fahrflächenbühnen entsprechend nivellieren. "In Neubauten kann eine richtlinienkonforme Aufstandsfläche für die Fahrzeuge sowie für die Scheinwerfereinstellgeräte mit sauber gearbeiteten Böden automatisch erfüllt sein", weiß Carsten Aring, Produktmanager Workshop bei Hella Gutmann Solutions.

Herausforderung Werkstattboden

"Eine echte Schwierigkeit hingegen kann sich in alten Werkstattgebäuden bei der Erstellung eines richtlinienkonformen Scheinwerfereinstellplatzes ergeben, denn die Anforderungen an die Ebenheit und Neigung sind hoch", fügt Carsten Aring hinzu. Hier helfen beispielsweise nivellierbare Plattensysteme als Fahrzeugaufstellfläche sowie nivellierbare Schienensysteme für die Scheinwerfereinstellprüfgeräte. Aber auch so genannte Fundament-Einbaurahmen, die mit Estrich aufgefüllt werden, bieten sich an. "Bei einem größeren Rahmen entsteht direkt eine ebene Fläche für das Fahrzeug als auch für das Scheinwerfereinstellgerät in einem", erklärt Manfred Rudhart, Inhaber von rmi-tec. Und auch das Scheinwerfereinstellprüfgerät selbst muss natürlich den Anforderungen der HU-Scheinwerferprüfrichtlinie bezüglich der Unebenheit entsprechen.

Die verschiedenen technischen Lösungen - vom Scheinwerfereinstellgerät über nivellierbare Plattensysteme bis hin zum Fundamenteinbaurahmen - werden im Folgenden vorgestellt.

Kurzfassung

Viele Werkstätten stehen vor der Herausforderung, den Scheinwerfereinstellplatz richtlinienkonform zu gestalten. Welche Lösungen stehen zur Verfügung und worauf sollten Werkstätten jetzt besonders achten?

Imre Makra, Produktmanager Scheinwerfereinstellgeräte bei Bosch: "Ich empfehle, die Entscheidung nicht hinauszuzögern. Werkstätten sollten die Einrichtung des SEP-Platzes mit ihrem Investitionsplan abstimmen, da oft auch die Bremsenprüfstand-Nachrüstung anfällt." Manfred Rudhart, Inhaber von rmi-tec: "Über die HU-Scheinwerfer-Prüfrichtlinie hinaus fordern heute einige Fahrzeughersteller noch höhere Standards. Denn die Schweinwerfersysteme müssen auch justiert werden, das muss bei einer Umsetzung auch berücksichtigt werden."Carsten Aring, Produktmanager Workshop Solutions HGS: "Das Nivellierplattensystem von HGS bietet eine sehr gute und wirtschaftliche Lösung. Im Übrigen muss solch ein Scheinwerfereinstellplatz nicht ständig freigehalten werden, sondern ist auch für andere Arbeiten nutzbar."Markus Weber, Leiter Business Development & Marketing bei MAHA: "Die Verschiebung der verpflichtenden Anwendung der HU-Scheinwerfer-Prüfrichtlinie um ein Jahr hat die Situation etwas entkrampft. Nutzen Sie die Zeit. Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung.

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