Politik: CECRA fordert eigenen Kommissar für KMU

25.11.2009 11:39 Uhr
CECRA-Präsident Jürgen Creutzig ist für einen EU-Kommissar für KMU
© Foto: Cecra

Jürgen Creutzig, Präsident des CECRA, hat in einem Brief an den EU-Präsidenten José Manuel Barroso einen eigenen Kommissar für kleine und mittlere Unternehmen gefordert. Dieser Vertreter würde der Bedeutung der rund 33 Millionen KMU in der EU gerecht.

CECRA, der Europäische Verband des Kraftfahrzeuggewerbes in Brüssel fordert einen eigenen Kommissar für die Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) in Europa. Wie der Verband am Mittwoch mitteilte, hat Jürgen Creutzig, Präsident des CECRA, diesen Vorschlag dem Präsidenten der EU Kommission, José Manuel Barroso, in einem Brief unterbreitet. Herr Barroso ist derzeit damit befasst, Ressorts für die neue Kommission zu definieren. Creutzig hat darauf hingewiesen, dass das Kraftfahrzeuggewerbe eine typisch mittelständische Branche in Europa sei. Sie bestehe aus rund 380.000 Unternehmen des Kraftfahrzeughandels und -handwerks. Von ihnen seien rund 108.000 fabrikatsgebunden und rund 272.000 nicht fabrikatsgebundene Werkstätten. Des Weiteren vertritt CECRA alle rund 110.000 Tankstellenpächter und 11.000 Motorradhändler in der EU. Alle Betriebe zusammen beschäftigen rund 3 Millionen Mitarbeiter. Die Branche sei rechtlich und wirtschaftlich vollständig von der Automobilindustrie getrennt und absolut eigenständig, obwohl diese häufig in einem Atemzug mit der Industrie genannt würde. Die KMU sind gegenwärtig eingegliedert in das Ressort Industrie und Unternehmen. Der derzeitige Kommissar habe die Bedeutung der KMU erkannt und zum Beispiel den Small Business Act (SBA) von der Kommission verabschieden lassen. "Wie die Entwicklung gezeigt hat", so Creutzig, "gibt es aber immer wieder Interessenkonflikte, wenn Industrie und KMU in einem Ressort vertreten sind." Es mache in der Praxis einen großen Unterschied, ob die Einhaltung des SBA durch einen dafür ausschließlich zuständigen und verantwortlichen Kommissar überwacht werde oder nicht. Ein eigener Kommissar würde für alle rund 33 Millionen KMU in der EU eine noch größere Hilfe und Anerkennung ihrer Existenznotwendigkeit sein, ganz abgesehen von dem konkreten politischen Signal, das die Kommission damit aussenden würde. (sen)

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