Nun ist es offiziell: Michael Schumacher kehrt nach mehr als drei Jahren in die Formel 1 zurück und wird 2010 für das deutsche Werksteam Mercedes Grand Prix um die WM fahren. Der schwäbische Automobilbauer bestätigte am Mittwoch, dass der bald 41- Jährige im kommenden Jahr das noch freie Silberpfeil-Cockpit bekommt. Am 14. März 2010, 1240 Tage nach seinem 250. und bis dato letzten Grand Prix, wird Schumacher demnach wieder in einem Formel-1- Lauf an den Start gehen. Cockpit-Kollege beim deutschen Team wird der Wiesbadener Nico Rosberg sein. Damit werden zum ersten Mal zwei Deutsche die beiden Silberpfeile in einer Saison steuern. Laut "Bild.de" unterzeichnete Schumacher, über dessen mögliche Rückkehr seit Wochen wilde Spekulationen die Runde gemacht hatten, einen Vertrag über ein Jahr. Auf einer Telefonkonferenz sagte der Kerpener am Mittwoch aber: "Wir planen für drei Jahre." Schumacher, der über eine halbe Milliarde Euro in seiner einzigartigen Sportlerkarriere mit 91 Grand- Prix-Siegen und sieben WM-Titeln verdient haben soll, bekommt dem Bericht zufolge für das Engagement im Silberpfeil sieben Millionen Euro. Diese Summe soll Brawn GP – Vorgänger von Mercedes Grand Prix – auch Weltmeister Jenson Button geboten haben. Den Briten zog es aber zu McLaren-Mercedes. Und der Weg war frei für Schumacher. Schumacher-Sprecherin Sabine Kehm wollte sich zu dem Bericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zwar nicht äußern. Doch schon vor der Nachricht hatten sich die Anzeichen für ein Comeback Schumachers verdichtet. Ferrari, für das er nach seinem Rücktritt Ende 2006 als Berater tätig gewesen war, gab grünes Licht. Formel-1- Geschäftsführer Bernie Ecclestone schwärmte mehrfach von einer "magischen" Rückkehr des Rekordchampions. Und dass Mercedes am Montag die Partnerschaft mit dem äußerst zahlungskräftigen Öl- und Gasunternehmen Petronas aus Malaysia bekanntgegeben hatte, passte zudem in das Gesamtbild. Ross Brawn hat Schlüsselrolle Lunte hatte Schumacher im Sommer gerochen. Wieder und wieder hatte er zuvor betont, dass ein Comeback nach seinem Rücktritt Ende 2006 nicht infrage kommt. Doch dann verunglückte Ferrari-Pilot und Freund Felipe Massa in Ungarn. Schumacher erklärte sich bereit, einen Comebackversuch zu starten. Doch am Ende bremste ihn eine Schädelbasisverletzung, zugezogen bei einem Motorradunfall am 11. Februar, aus. Seitdem loderte es aber offensichtlich weiter in Schumacher. Eine gewichtige Rolle in den Verhandlungen mit Mercedes Grand Prix dürfte Teamchef Ross Brawn zugekommen sein. Als Technischer Direktor bei Ferrari war der bisweilen etwas kauzig daherkommende Brite maßgeblich an Schumachers Erfolgen am Steuer beteiligt. Zusammen könnten sie nun ein weiteres Kapitel der ohnehin unübertroffenen Schumacher-Saga schreiben. 2006 war der Kerpener mit Wohnsitz in der Schweiz nach 250 Grand Prix' zurückgetreten. Sein bis dato letztes Rennen bestritt er am 22. Oktober 2006 in Brasilien. Erfolgreicher als Schumacher war bislang kein anderer Pilot.
Offiziell bestätigt: Schumis Rückkehr perfekt
Der bald 41-Jährige feiert am 14. März in einem Silberpfeil sein Comeback in der Formel 1. Die Laufzeit des Vertrags mit Mercedes beträgt offenbar drei Jahre.