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Neues Telematik-Tool für Nutzfahrzeuge: Das kann "FordLiive"

Das neue Telematik-Tool "FordLiive" sollen Ausfälle und Standzeiten von Nutzfahrzeugen verringern.
© Foto: Ford

Der kostenlos verfügbare Dienst soll servicebedingte Ausfall- und Standzeiten bei Nutzfahrzeugen deutlich senken. Voraussetzung für die Nutzung des Service-Tools ist ein FordPass Connect-Modem.


Datum:
22.03.2021
Autor:
Dietmar Winkler
Lesezeit: 
5 min
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Der Automobilhersteller Ford hat ein neues datenbasiertes Service-Tool für vernetzte Ford-Nutzfahrzeuge vorgestellt. Der kostenlos verfügbare Dienst "FordLiive" könne die servicebedingten Ausfall- und Standzeiten von Nutzfahrzeugen um bis zu 60 Prozent senken, sagte Hans Schep, General Manager, Commercial Vehicles, Ford of Europe, anlässlich der Produktvorstellung, die online übertragen wurde.

Voraussetzung zur Nutzung von "FordLiive" ist die Ausstattung der Fahrzeuge mit einem FordPass Connect-Modem. Aktuell sind laut Ford bereits rund 500.000 Ford-Nutzfahrzeuge mit dem FordPass Connect-Modem auf Europas Straßen im Einsatz. Bis Mitte 2022 soll deren Anzahl auf eine Million steigen.

Die Idee hinter der Anwendung: Würden Flottenbetreiber optimal auf den Betriebszustand ihrer Fahrzeuge achten und zeitnah auf Serviceanforderungen reagieren, könnten pannenbedingte Ausfälle deutlich reduziert werden. Laut Usha Raghavachari, Director D-Ford Lab, könnten 30 Prozent der Pannenfälle auf der Straße vermieden werden, wenn einfachste Betriebsmittel wie Öl- oder Kühlwasser sowie der Batteriezustand verlässlich überprüft würden.

Ziel von "FordLiive" ist die effizientere Steuerung notwendiger Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie die Beschleunigung der Prozesse, wenn das Fahrzeug doch liegen bleibt oder ein akuter Reparaturbedarf besteht. Im Kern gehe es um die Minimierung von Standzeiten der Fahrzeuge und die Optimierung der Produktivität für den Fuhrparkbetreiber, sagte Owen Gregory, Director Commercial Vehicle Aftersales.

Mehrstufige Funktionsweise

Über "FordLiive" sind Gewerbetreibende und Flottenkunden direkt mit dem Ford Transit Center-Händlernetzwerk verbunden sowie mit dem Automobilhersteller selbst. Der Dienst basiert auf Echtzeit-Fahrzeugdaten, die direkt aus dem Fahrzeug übertragen werden. Die Daten zum Fahrzeugzustand werden automatisch über das FordPass Connect-Modem an Ford übermittelt, das seit Mitte 2019 zur Serienausstattung der Ford-Nutzfahrzeugbaureihen Tourneo/Transit Connect, Tourneo/Transit Custom, Transit und Ranger gehört. Auch beim batterieelektrisch betriebenen Ford E-Transit, dessen Markteinführung für Anfang 2022 geplant ist, werde "Ford-Liive" verfügbar sein.

Smart Maintenance durch Echtzeitdaten

Ein zentrales Kernelement von "FordLiive" sind fahrzeugspezifische Wartungsinformationen für Kunden (Smart Maintenance). Ford versteht darunter die proaktive Planung von Wartungsarbeiten inklusive der rechtzeitigen Benachrichtigung des Kunden, sobald ein notwendiger Service erkannt wird. Der Kunden erhält fahrzeugspezifische Wartungsinformationen, die auf der Analyse von Echtzeit-Fahrzeugdaten beruhen. Kleine Unternehmen mit bis zu fünf Nutzfahrzeugen erhalten diese Benachrichtigungen über die FordPass Pro App. Flottenverantwortliche größerer Flotten erhalten die Informationen über eine angepasste Version des (kostenpflichtigen) Telematikdienstes "Ford Telematics", die noch in diesem Jahr verfügbar sein soll.

"FordLiive" soll die Produktivität der Fuhrparkbetreiber erhöhen.
© Foto: Ford

Unterstützung für Händler

Das Ford Händlernetz kann gleichzeitig auf das Dienstleistungspaket "Ford Service Pro" zurückgreifen. Jedes der 800 Ford Transit Center in Europa kann, nachdem es von einem Kunden kontaktiert wurde, über das Tool "Smart Diagnostics" die Fahrzeugdaten der letzten 60 Tage abrufen. Die Werkstatt kann damit schneller eine Fahrzeug-Diagnose stellen und Ersatzteile pro-aktiv bestellen.

Das System hat noch einen Vorteil, wie Owen Gregory, Director Commercial Vehicle Aftersales, betonte: "Der Zugriff auf Fahrzeugdaten hilft den Ford-Händlern, anstehende Serviceaufgaben und Reparaturen zu bündeln und Termine zusammenzulegen." Dies reduziere die Standzeit der Fahrzeuge.

Ein weiteres zentrales Element des Dienstes "FordLiive" sind die "FordLiive"-Zentren, die im Bedarf die Händler vor Ort mit technischem Know-how unterstützen. Noch in diesem Jahr gehen drei Zentren an den Start: Bereits aktiv ist eines in Dunton/Großbritannien. Das "FordLiive"-Zentrum in Köln soll bis Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen, gefolgt von einem weiteren in Valencia/Spanien.

In diesen Zentren werden technisch ausgebildete "Agents" die Ford Transit Center unterstützen. Über die neue "UptimePro-Software" erhalten die Agents Live-Daten aus den Ford Transit Center-Niederlassungen. Die Zentren wiederum sind über Hotlines mit Ford-Ingenieuren verbunden, um bedarfsweise schnelle Hilfe bei der Fehler-Diagnose einzuholen.

Schrittweise Einführung in Europa

"FordLiive" soll schrittweise in zahlreichen europäischen Märkten eingeführt werden. Geplant sind demnach die Länder Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Spanien und Tschechische Republik.

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