Neues Geschäftsmodell: Smart zum Mitnehmen

06.04.2009 14:56 Uhr
Rund 100 Smart Fortwo befanden sich am Tag der Projekterweiterung auf dem Ulmer Münsterplatz
© Foto: TAXI-Zeitschrift

Die Minute Smart für 19 Cent, ohne Zusatzkosten, verspricht Daimler beim Start von „car2go“ den Ulmer Bürgern. Der Autobauer steigt mit einer Flotte von 200 Smart Fortwo ins Car-Sharing-Geschäft ein. Nächste Station wird im Herbst die US-amerikanische Stadt Austin sein.

Der Erfolg des Mobilitätskonzeptes „Call-a-bike“ der Deutschen Bahn hat einen Nachahmer gefunden. Mercedes-Benz versucht sich in Ulm an einem ähnlichen Konzept für Fahrzeuge der Marke Smart Fortwo. Gestartet war das Projekt „car2go“ bereits im Oktober 2008 (wir berichteten). Zu Anfang stand eine Fahrzeugflotte von 50 Smart bereit und benutzerberechtigt waren Daimler-Mitarbeiter am Standort Ulm sowie deren Angehörige. Jetzt sind alle Ulmer Bürger sowie Besucher berechtigt, die auf 200 Kleinwagen vergrößerte Flotte zu nutzen. Nach der kostenlosen Registrierung können die Nutzer mit den Zweisitzern zum Minutenpreis von rund 19 Cent durch ihre Universitätsstadt fahren, pro Stunde sind 9,90 Euro, pro Tag 49 Euro fällig (inklusive Sprit und Versicherung). Zielgruppe des Mobilitätskonzeptes sind Daimler zufolge Stadtbewohner ohne Autos, ein in Großstädten wachsender Personenkreis, die je nach Anforderung auf verschiedene Verkehrsmittel zurückgreifen. Zukünftig sei eine Ausdehnung der car2go-Flotte auf wasserstoffbetriebene Mietwagen der B-Klasse nicht ausgeschlossen, wie Daimler-Vorstand Thomas Weber auf der Pressekonferenz sagte. Ein Praxistest der Mercedes-Benz B-Klasse mit Wasserstoff-Antrieb ist derzeit in Hamburg geplant. Daimler arbeitet dabei mit den Unternehmen Shell, Total Deutschland und dem Energiekonzern Vattenfall zusammen. „car2go“ expandiert weiter Doch auch die Car-Sharing Initiative mit dem Smart Fortwo scheint bereits Schule zu machen: Die texanische Stadt Austin hat Daimler zufolge Interesse angemeldet. Im Herbst dieses Jahres geht „car2go“ demnach in den USA an den Start. Doch trotzdem sich der Daimler-Konzern nach neuen Geschäftsfeldern umsieht, Forschungsvorstand Thomas Weber winkte auf der Pressekonferenz zur Ausweitung ab: Aus Daimler werde kein Car-Sharing-Konzern mit angeschlossener Automobilproduktion. (msh)

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KOMMENTARE

neg

07.04.2009 - 08:57 Uhr

nur zur Info, vielleicht kommts ja an "smart fortwo" und allgemein "smart" das Fahrzeug wird Klein geschrieben.


Tuning-Maniac

09.04.2009 - 13:00 Uhr

Neg hat mit dem Einwand natürlich grundsätzlich Recht - smart wird klein geschrieben, aber eben nur im Daimler-Marketing. In der objektiven Mediensprache verwandelt sich smart dann zu Smart, aus der CeBIT wird die Cebit und diverse großgeschriebene Markennamen (etwa SACHS, BLAUPUNKT oder ähnlichen) werden in den meisten Zeitungen und Online-Auftritten zu normal geschriebenen Markennamen (etwa Sachs, Blaupunkt oder ähnliche).


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