Liqui Moly: Rekordumsatz trotz Stotterstart

Ernst Prost blickt zufrieden auf ein schwieriges Jahr 2019 zurück.
© Foto: Liqui Moly

Für Liqui Moly war 2019 ein schwieriges Jahr. Vor allem Software-Probleme setzten dem Schmierstoffspezialisten zu. Doch den Ulmern gelang ein versöhnlicher Abschluss.


Datum:
15.01.2020

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Trotz eines holprigen Jahresstarts hat Liqui Moly 2019 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Der Ulmer Öl- und Additivspezialist erwirtschaftete nach Angaben vom Mittwoch 569 Millionen Euro – vier Prozent mehr als 2018. "Das zeigt, dass wir auch unter widrigen Bedingungen erfolgreich sein können", erklärte Geschäftsführer Ernst Prost mit Blick auf die Software-Probleme vor einem Jahr.

Liqui Moly hatte damals eine neue Software zur Steuerung von Einkauf, Produktion und Verkauf eingeführt. Diese Umstellung lief alles andere als reibungslos. Die Folge waren massive Lieferschwierigkeiten. Prost: "Unsere Kunden waren entsetzt, und das zu Recht. So etwas kannten sie von uns einfach nicht."

Der Software-Wechsel verhagelte kräftig die Zahlen für die ersten Monate. Doch Schritt für Schritt bekam das Unternehmen die Probleme in den Griff und blies zur Aufholjagd. In der Folge markierte der Schmierstoffhersteller einen neuen Monatsumsatzrekord nach dem anderen. So gelang es, zumindest ein Stück des verlorenen Terrains zurückzugewinnen.

Rendite weiter zweistellig

Der mühsame Start in das vergangene Jahr hinterließ laut Prost jedoch deutliche Spuren beim Ertrag. Wegen fehlender Umsätze sowie Zusatzkosten zur Behebung der Software-Probleme sei dieser unter das Vorjahresniveau gesunken. Die Umsatzrendite sei aber nach wie vor zweistellig, betonte der Geschäftsführer. "Liqui Moly steht finanziell gesund da, ist schuldenfrei und hat eine Eigenkapitalquote von über 80 Prozent." Genaue Angaben zum Gewinn machte Prost nicht.

Profitieren kann Liqui Moly von seinem starken Exportgeschäft. "Längst machen wir mehr Umsatz im internationalen Verkauf als in unserem Heimatmarkt. Dort ist das Umsatzpotenzial auch viel größer", so Prost. Die wichtigsten Märkte seien Russland, die USA und China. Internationale Handelskonflikte, schwächelnde Volkswirtschaften und nationale Importhürden würden das Geschäft aber auch negativ beeinflussen.

Ungeachtet des schwierigen Jahres hat die Würth-Tochter 2019 Personal aufgebaut. Die Zahl der sogenannten "Mitunternehmer" legte von 849 auf 933 zu. (rp)

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