Kfz-Gewerbe erwartet Zuwächse im Service

05.05.2006 06:02 Uhr
Servicegeschaeft
Fünf Prozent mehr Aufträge gab es laut ZDK im März.

Fünf Prozent Plus im März / Branche profitiert vom "ältesten Fahrzeugbestand überhaupt"

Das Werkstattgeschäft hat im März um fünf Prozent zugelegt. Damit halte die konjunkturelle Erholung des Gewerbes an, sagte Wilhelm Hülsdonk, Bundesinnungsmeister und Vizepräsident im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, bei der Präsentation einer neuen Marktstudie für Werkstattsysteme. Derzeit profiziere die Branche vom "ältesten Pkw-Fahrzeugbestand überhaupt". Der Pkw auf Deutschlands Straßen sei 8,1, die Fahrzeuge im Privatbesitz 8,4 Jahre alt. Das Löschungsalter betrage zwölf Jahre. Das hohe Fahrzeugalter biete Chancen für die Kfz-Meisterbetriebe im Service, zwinge aber auch zunehmend zu Komplettangeboten", so Hülsdonk weiter. Letzteres habe beispielsweise in Nordrhein-Westfalen dazu geführt, dass der für statistische Erhebungen ermittelte durchschnittliche Werkstattpreis von 72,28 Euro durch den Preisdruck im Servicemarkt um bis zu zehn Prozent unterschritten werde. Komplettangebote für die Halter älterer Pkw seien auch erforderlich, um einer sinkenden Wartungsquote entgegen zu wirken. Die anhaltenden Strukturveränderungen im Kfz-Gewerbe würden sich auch in der Vielfalt der Werkstattsysteme widerspiegeln. "Die automobile Welt ist bunter geworden. Klassische Betriebsprofile verändern sich stark", führte Hülsdonk weiter an. Die Jahresbilanz 2005 im Service sei aber für alle Betriebe eine "ermutigende Ausgangslage für bessere Zeiten". Das Plus im Umsatz von 5,6 Prozent auf 25,7 Mrd. Euro, die Zuwächse von nahezu zwei Mio. Aufträgen, der höhere Betreuungsgrad von 964 Fahrzeugen pro Betrieb und die bessere durchschnittliche Auftragslage von 1.802 Aufträgen würden den Erholungskurs bestätigen, den die Branche eingeschlagen habe. Für das Autojahr 2006 erwarte die Branche mit ihren derzeit 40.800 Betrieben im Service ein Wachstum von rund zwei Prozent. Dies bedeute ein Plus von rund 1,4 Mio. Aufträgen für Wartung und Verschleißreparaturen auf rund 74 Mio. Der Umsatz könne im Werkstattgeschäft auf knapp 27 Mrd. Euro steigen. (stb)

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