Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) stellt auf der IAA in Frankfurt ein neues System für virtuelle Realität und stereoskopische interaktive Simulation vor. Mit "Personal Immersion" ließen sich "maßgeschneiderte virtuelle Umgebungen" darstellen, teilte das Institut mit. So können bequem virtuelle Prototypen – etwa von Fahrerassistenzsystemen – kreiert und deren Funktionen simuliert werden. "Unsere VR-Anlage simuliert aber nicht nur die Instrumente", erklärt Manfred Dangelmaier, Projektleiter am IAO. "In dieser Anlage sind alle Ebenen virtuell: Der Nutzer sitzt in einem virtuellen Fahrsimulator, umgeben von einer virtuellen Welt, vor ihm eine virtuelle Instrumententafel mit einem virtuellen Bediensystem." Auf diese Weise könnten Ingenieure jede erdenkliche Situation simulieren, um Mensch-Maschine-Schnittstellen zu erproben. Damit ließen sich Zeitaufwand und Entwicklungskosten deutlich senken. Ein Problem bei der Darstellung virtueller Welten lag bisher in der Auflösung der Projektoren. So war es laut Dangelmaier schwierig, gleichzeitig die Umgebung in ihrer Größe sowie Details in der Nähe zufriedenstellend abzubilden. Die Forscher lösten das Problem, indem sie statt der in VR-Anlagen üblichen zwei Projektoren vier Projektoren einsetzten. (ab)
Forschung: Fraunhofer Institut stellt neues System für virtuelle Realität vor
Mit "Personal Immersion" können Prototypen kreiert und deren Funktionen simuliert werden