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Fordern, fördern und feedbacken: Tipps zum richtigen Umgang mit Azubis

Cornelia Beckmann, Repanet Beraterin und Lehrtrainerin des Nachfolgekonzepts Repanet Next Generation, erklärt, wie man Auszubildende motiviert und an den Betrieb bindet.
© Foto: Repanet

Fachkräftemangel und Nachwuchsprobleme prägen die K&L-Branche. Wer Auszubildende für den eigenen Betrieb gewonnen hat, tut also gut daran, ihnen den Einstieg möglichst leicht zu machen und sie schnell in das Team zu integrieren.


Datum:
10.10.2022
Autor:
Horst Fink u. Walter K. Pfauntsch
Lesezeit:
4 min
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Azubis, die sich in einem K&L Betrieb wohl fühlen, lernen schneller, sind motivierter und leisten am Ende bessere Arbeit. Kommunikation ist dabei das A und O. Wie Unternehmer es richtig machen, erklärt Cornelia Beckmann, Repanet Beraterin und Lehrtrainerin des Nachfolgekonzepts Repanet Next Generation.

Tipp 1: Onboarding-Prozess effektiv gestalten

"Machen Sie sich bewusst: Gute Kommunikation beginnt schon vor dem ersten Arbeitstag", erklärt Cornelia Beckmann. "Gestalten Sie Ihren Onboarding-Prozess für einen reibungslosen Ausbildungsstart deshalb möglichst ganzheitlich. Die erste Zeit ist Ihre Chance, mit Ihrer Unternehmensidentität zu begeistern und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen." Schon vor dem ersten Arbeitstag könnten die Betriebe ihre Neuzugänge zum Kennenlernen von Kollegen, Meistern und Geschäftsführern einladen, so die Beraterin. Sobald der Azubi seine Stelle antritt, kann dann ein sogenanntes "Buddy-Programm" von Vorteil sein: Dabei werden die Auszubildenden einem erfahrenen Mitarbeiter zugewiesen, der sie begleitet und mit dem Unternehmen und allen Abläufen vertraut macht.

Tipp 2: Regelmäßige Feedback-Gespräche führen

Neben den jährlichen Mitarbeitergesprächen sollten regelmäßige Feedback-Gespräche mit Auszubildenden stattfinden. "Der kommunikative Kontakt muss enger werden", rät Cornelia Beckmann. Deshalb gelte die Regel: Lieber oft und kurz statt selten und lang. So sollte in Fällen von fehlender Motivation oder häufigen Fehlzeiten direkt ein Gespräch in die Wege geleitet werden, statt abzuwarten. "Außerdem ist Kommunikation keine Einbahnstraße", sagt die Expertin. "Deshalb sollten Auszubildende sowohl Feedback erhalten als auch geben. Betriebe müssen sich von dem Gedanken ‚Der Azubi kann nur von uns lernen' lösen, denn es funktioniert auch umgekehrt. Deshalb ist eine Begegnung auf Augenhöhe wichtig."

Tipp 3: Wertschätzung zeigen – egal in welcher Form

Während vor wenigen Jahren Sicherheit noch der zentrale Aspekt in der Arbeitswelt war, suchen junge Menschen heute eher Sinnhaftigkeit und Anerkennung in ihrem Job. Gleichzeitig sind viele Mitarbeiter ihrem Unternehmen nicht mehr unbedingt treu. Dies ist laut Cornelia Beckmann auf mehrere Faktoren zurückzuführen: zu wenig Geld, zu wenig Anerkennung und schlechtes Betriebsklima. Während man den ersten Punkt nicht immer ändern kann, sei dies bei den letzten beiden jedoch möglich. Deshalb sei Wertschätzung enorm wichtig. "Diese können Sie auf unterschiedlichen Wegen zum Ausdruck bringen: von guter Arbeitskleidung über die Einladung zu einem Messebesuch bis zu Betriebsveranstaltungen. Auch soziale Medien können Sie nutzen: Ihr Azubi hat ein besonderes Projekt gemeistert oder eine Prüfung abgeschlossen? Machen Sie diese Erfolge dort sichtbar. Das kostet wenig, hat aber einen enormen Effekt."

Tipp 4: Azubis in den Arbeitsprozess integrieren

Statt Aufgaben zu vergeben und anschließend zu beurteilen, wie sich Auszubildende geschlagen haben, sollte man sie aktiv in den Arbeitsprozess einbeziehen. Beckmann: "Fragen Sie die Auszubildenden beispielsweise zuvor, wie sie mit einer Aufgabe umgehen würden. So können diese Verantwortung übernehmen und die eigene Vorgehensweise reflektieren." Dabei gilt: Die Auszubildenden sollten nicht überfordert, sondern gefordert werden. "Halten Sie die drei F’s der guten Mitarbeiterführung im Kopf", erklärt Cornelia Beckmann. "Fordern, fördern und feedbacken."

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