Ford hat seine Beteiligung an einem Brennstoffzellen-Projekt mit Daimler verkauft. "Wir betreiben die Brennstoffzellen-Forschung zwar weiter, aber sie ist doch sehr langfristig ausgelegt und wir wollen unsere Ressourcen doch stärker konzentrieren auf zeitnahere Technologien", sagte eine Sprecherin des Europäischen Ford-Forschungszentrums. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag), demzufolge Ford aus dem Joint Venture mit Daimler ausgestiegen ist. Zum 1. Mai sei der 50-Prozent-Anteil von Ford an der Gemeinschaftsfirma Nucellsys an den Stuttgarter Autohersteller verkauft worden, sagte Ford-Sprecherin Monika Wagener. Weil Ford nun keinen Beitrag mehr zu den Entwicklungskosten leiste, und Daimler das Budget nicht aufstocke, werden dem Zeitungsbericht zufolge 65 der 204 Mitarbeiter bei Nucellsys ihre Stelle verlieren. Dies habe ein Daimler-Sprecher bestätigt. Ziel seien sozialverträgliche Lösungen. Trotz des Abbaus halte Daimler an der Weiterentwicklung der Brennstoffzelle fest. Der Kölner Autobauer will sich der Ford-Sprecherin zufolge stärker auf Elektroantrieb, Hybridtechnologie und die Verbesserung des Verbrennungsmotors konzentrieren. Aber auch in Sachen Brennstoffzelle werde Ford am Ball bleiben, betonte Wagener. Es gebe weltweit rund 30 Ford-Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb und weitere zehn Versuchsträger. "Wovon wir aber jetzt mit dem Verkauf unserer Anteile an Daimler absehen, ist der Ausbau einer neuen Fahrzeug-Flotte mit Brennstoffzellen-Antrieb."
Ford : Aus für Brennstoffzellen-Projekt mit Daimler
Das europäische Forschungszentrum will sich stärker auf den Elektroantrieb, die Hybridtechnologie und die Verbesserung des Verbrennungsmotors konzentrieren. Gleichzeitig soll Ford Fördergelder aus einem US-Umweltfonds bekommen.