EU-Abgasgrenzwerte: Gabriel stellt sich auf Kompromiss ein

01.12.2008 10:23 Uhr
Eine Stufenlösung für die Einführung des umstrittenen CO2-Grenzwerts hält Sigmar Gabriel für einen vertretbaren Kompromiss.

Eine Stufenlösung für die Einführung des umstrittenen 120-Gramm-CO2-Grenzwerts hält der Umweltminister für einen vertretbaren Kompromiss. Im Gegenzug müsse dann aber für 2020 eine deutlich strengere Obergrenze verbindlich festgelegt werden.

Kurz vor den EU-Verhandlungen über künftige Abgas-Obergrenzen für Autos stellt sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf einen Kompromiss ein: Ein dreijähriger Übergangszeitraum zugunsten der Autoindustrie sei umweltpolitisch vertretbar, sagte Gabriel der "Braunschweiger Zeitung" (Montag). Im Gegenzug müsse dann aber für 2020 eine deutlich strengere Obergrenze von nur noch 95 Gramm Kohlendioxid-Emission pro Kilometer verbindlich festgelegt werden. "Der Streit ging zuletzt ja nur noch um die Frage, ob die künftigen Grenzwerte von 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer im Jahr 2012 für hundert Prozent der europäischen Fahrzeugflotte gelten sollen - oder ob wir mit 65 Prozent einsteigen und 2015 die hundert Prozent erreichen", erläuterte Gabriel. Letzteres halte er für einen vertretbaren Kompromiss. Zugleich werde damit der Autoindustrie die Möglichkeit gegeben, nicht in der aktuellen Krise in den laufenden Produktionszyklus eingreifen zu müssen. Über die Abgas-Obergrenzen als Teil des Klimapakets werden die EU-Umweltminister am kommenden Donnerstag und Freitag beraten, eine Woche später wollen die EU-Staats- und Regierungschefs das Klimapaket endgültig beschließen. (dpa)

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