Ergebnisse 2009: Contitech schreibt schwarz, Behr rot

20.04.2010 02:18 Uhr
Heinz-Gerhard Wente: ContiTech hat 2009 mit Blessuren aber dennoch profitabel überstanden.

Der Kautschuk- und Kunststoff-Spezialist hat im vergangenen Jahr 169 Millionen Euro verdient, der Kühlerspezialist dagegen einen Vorsteuerverlust von 235 Millionen Euro eingefahren.

Der Kautschuk- und Kunststoff-Spezialist ContiTech hat das Krisenjahr 2009 zwar mit Blessuren aber dennoch profitabel überstanden. Im vergangenen Jahr war der Umsatz von drei auf 2,4 Milliarden Euro gesunken, das Ergebnis (EBIT) ging fast um die Hälfte von 329 auf 169 Millionen Euro zurück. Vor allem in der Auto-Erstausrüstung sei das Verdienen schwer gewesen, sagte ContiTech-Chef Heinz-Gerhard Wente. Für das laufende Jahr sieht Wente das Unternhmen bestens aufgestellt. Er erwartet ein Umsatzwachstum von fünf Prozent. Rund 50 Prozent des Geschäfts macht der Zulieferer in der Autoindustrie, die andere Hälfte in anderen Industriebereichen. Dagegen hat Kühlerspezialist Behr 2009 einen Vorsteuerverlust von 235 Millionen Euro eingefahren nach minus 70 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sackte um 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro ab. "Es gibt nichts zu beschönigen: 2009 war für die Behr-Gruppe das bisher schwierigste und mit Blick auf das Ergebnis auch das schlechteste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Markus Flik. Kurzarbeit das ganze Jahr Mit einem neuen Partner und einem kräftigen Stellenabbau wolle man in die Gewinnzone zurückkehren. Um die Finanzstruktur zu verbessern, verhandelt Behr mit dem benachbarten Kolbenspezialist Mahle über einen Einstieg. Ein Abschluss im Mai werde angestrebt. Geplant sei eine Minderheitsbeteilung durch Mahle. Als Finanzziel für 2010 gab Flik eine Halbierung des Verlustes aus. Der Umsatz soll um zehn Prozent zulegen. Weltweit verringerte sich die Mitarbeiterzahl bei Behr um über neun Prozent auf 17.071. Durch weitere Kostensenkungen in der Verwaltung, Produktion und Entwicklung sei das Ergebnis insgesamt um 229 Millionen Euro entlastet worden, erklärte der Vorsitzende. In diesem Jahr will Behr noch mal 440 Stellen streichen und Kosten in einer ähnlichen Größenordnung einsparen. Zudem soll die Kurzarbeit noch das gesamte Jahr gelten. (dpa)

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