Die Verwandlung von Pflanzenmasse in Autotreibstoff ist laut einem im Auftrag der Internationalen Energie Agentur (IEA) erstellten Gutachten wesentlich ineffektiver als die Nutzung dieser Rohstoffe zum Heizen. Dies erklärte Thomas Nussbaumer von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich, die die Untersuchung für die IEA durchführte, der Zeitschrift "Die Zeit". Am effektivsten sei die schlichte Verbrennung von Biomasse in Heizungsanlagen an Stelle von Öl und Erdgas. Hier würden rund 70 Prozent ihres Energieinhalts genutzt. Die Produktion von Biosprit ist laut Nussbaumer dagegen "technisch und ökonomisch Unsinn". Die vermeintlichen Öko-Treibstoffe verminderten den Treibhauseffekt kaum und erhöhten die Luftbelastung mit Schwefeldioxid. Auch die pflanzenbasierten so genannten Treibstoffe der zweiten Generation, auf die die Automobilindustrie große Hoffnung setzt, würden nur 36 bis 52 Prozent des ursprünglichen Energieinhalts der Biomasse verfügbar machen. (ng)
Biokraftstoffe sind "technisch und ökonomisch Unsinn"
Ein für die Internationale Energie Agentur erstelltes Gutachten stellt Ökosprit kein gutes Zeugnis aus