Die Werkstattausrüster haben nach eigenem Bekunden die Turbulenzen an den Finanzmärkten bisher einigermaßen unbeschadet überstanden. "Bei der Nachbearbeitung der Automechanika sind für das nationale Geschäft keine nennenswerten Auswirkungen der Finanzkrise aufgetreten. Im internationalen Bereich sind Auftragsrückgänge im geringen Maße spürbar gewesen", erklärte der Präsident des Bundesverbands der Hersteller und Importeure von Automobil- Service Ausrüstungen (ASA), Klaus Burger, Anfang der Woche auf einem Pressetermin im hessischen Mühlheim/Lämmerspiel. Ganz spurlos werden die Vorgänge aber wohl nicht an den Mitgliedern vorbeiziehen, glaubt Burger. Vor allem im Bereich von Neubauten und Gebäudeerweiterungen seien Einschnitte zu erwarten, die man wohl erst zum Ende des zweiten Quartals 2009 zu spüren bekommen werde. Dies sei aber kein Grund zur Panik. Auch der Absatzkrise der Automobilindustrie sieht Burger gelassen entgegen: "Wenn keine neuen Autos gekauft werden, müssen die Autofahrer ihre Gebrauchten länger fahren. Damit steigt die Nachfrage nach zeitwertgerechten Wartungs- und Reparaturmaßnahmen." Mit Blick auf das von der Bundesregierung initiierte Konjunkturprogramm forderte Burger die Politik auf, nicht nur die Großindustrie anzukurbeln, sondern auch den Mittelstand zu stärken. "Mittlere und kleine Unternehmen brauchen von der Politik viel mehr Unterstützung beim Zugang zu internationalen Märkten. Ferner erwarten wir Erleichterungen bei den Steuerabgaben und bei der Vergabe von Finanzmitteln", sagte der ASA-Präsident. Weiteres Ziel der Lobbyarbeit sei die Überarbeitung der HU-Richtlinie, so Burger weiter. Sie sei nicht nur wegen immer modernerer Fahrzeugtechnik und eines gewachsenen Sicherheits- und Umweltbewusstseins notwendig. Ein zügiges Umsetzen der überarbeiteten HU-Richtlinie sei auch ein wichtiger Impuls für die Stabilisierung des Marktes und Zukunftssicherung für die Werkstattausrüster. (ng)
ASA-Verband: Unbeeindruckt von Finanzmarkt-Turbulenzen
Nach wie vor sind die Mitglieder sehr zufrieden, vor allem mit den nationalen Geschäften. Einschnitte werden zeitverzögert erwartet, ohne dass der Rückgang bei Verbandspräsident Klaus Burger Panik auslöst.