Freitag, 19.07.2019
Verkehrsblatt IVW
31.05.2019

¬ DPMA-Jahresbericht

Deutsche Autoindustrie bleibt erfinderisch

Europäisches Patentamt München

Die deutschen Autobauer und Zulieferer bleiben erfinderisch.
© Foto: picture alliance/imageBROKER/Hans Lippert

zum Themenspecial Automobilzulieferer

Die deutsche Autoindustrie bleibt erfinderisch: Autobauer und Zulieferer aus Deutschland liegen bei den Patentanmeldungen sowohl für traditionelle Verbrennungsmotoren als auch für Hybrid- und Elektromotoren in Deutschland nach wie vor weit vorn. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten neuen Jahresbericht des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) in München hervor.

Demnach stammten bei Verbrennungsmotoren 47 Prozent aller 2018 bei Deutschem oder Europäischem Patentamt mit Wirkung für Deutschland angemeldeten Patente auch von deutschen Unternehmen. Bei vielen dieser Erfindungen geht es um die Senkung von Kosten und Verbrauch - etwa die Reinigung von Stickstoffen im Abgas von Dieselmotoren. 

Bei Elektroantrieben kamen 39 Prozent der Patentanmeldungen von deutschen Firmen, bei Hybridantrieben 36 Prozent. Insgesamt veröffentlichten die beiden Patentbehörden 2018 zum Verbrennungsmotor 4.052 Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland. Bei Hybridantrieben waren es 3.168, bei Elektromotoren 459. "Die ungebrochen hohe Innovationskraft deutscher Hersteller bei den unterschiedlichen Antriebstechnologien ist sehr erfreulich", sagte DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer.

Eine weitere Auswertung: Bei den Patentanmeldungen der deutschen Hochschulen liegt Nordrhein-Westfalen auf dem ersten Platz vor Sachsen. Demnach meldeten die Hochschulforscher aus NRW im vergangenen Jahr 129 Patente an, ihre sächsischen Kollegen 77. Auf den Plätzen drei und vier folgen Baden-Württemberg (69) und Bayern (60).

Allerdings zeichnen die Patentanmeldungen beim Deutschen Patentamt kein vollständiges Bild. Dies liegt daran, dass manche Hochschulen Erfindungen ihrer Wissenschaftler beim ebenfalls in München ansässigen Europäischen Patentamt anmelden. Auch kommt es vor, dass Wissenschaftler Start-ups gründen und ihre Patente unter eigenem Namen registrieren lassen, wenn sie auf eine kommerzielle Verwertung hoffen. (dpa)

 
 

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