Samstag, 25.05.2019
Verkehrsblatt IVW
Ausbildungsprojekt

TÜV SÜD unterstützt Joblinge

TÜV SÜD unterstützt Joblinge
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© AUTO SERVICE PRAXIS

Zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit, der Job-Organisation Joblinge und der Kfz-Innung München-Oberbayern beteiligt sich die TÜV SÜD Stiftung an einem neuen Job-Projekt für junge Kfz-Mechatroniker. Zielgruppe sind Jugendliche, meist aus sozial benachteiligtem Umfeld, denen bislang der Sprung in eine Ausbildung nicht gelungen ist. Anlässlich der Vorstellung des Projekts erklärte Horst Schneider, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD Stiftung, die Motivation für das Projekt, das für Kfz-Mechatroniker derzeit noch auf München begrenzt ist: "Es ist unser erklärtes Ziel, sozial benachteiligte Jugendliche in ein Ausbildungsverhältnis zu bringen, um ihnen eine berufliche Perspektive im Kfz-Bereich zu ermöglichen. Unsere Strategie lautet dabei Technik-Ausbildung gegen Perspektivlosigkeit." Joblinge ist eine gemeinnützige Organisation, die an mehreren Standorten deutschlandweit tätig ist. Das Konzept fußt auf der engen Kooperation mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die die Projekte vor Ort finanzieren. Vor zwei Jahren wurde das Projekt in München zusammen mit der Kfz-Innung und der TÜV SÜD Stiftung für den Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker gestartet.

"Im Projekt werden die Jugendlichen von uns eng begleitet und über Praktika in teilnehmenden Betrieben oder einer Einstiegsqualifizierung an ein Ausbildungsverhältnis herangeführt", erklärte Ilse Schmücker, die das Projekt bei Joblinge leitet. Wissenslücken werden in der Vorbereitungsphase über gezielte Nachhilfe gestopft, ehrenamtliche Mentoren stehen den Jugendlichen zudem als Ansprechpartner zur Verfügung. Im letzten Jahrgang, der im September gestartet ist, konnte ein Teilnehmer sogar direkt eine Ausbildung in einem Kfz-Betrieb starten, drei Jugendliche machen derzeit eine Einstiegsqualifizierung und fünf Jugendliche absolvieren zunächst Betriebspraktika, um danach über eine anschließende Einstiegsqualifizierung in ein Ausbildungsverhältnis zu gelangen.

Ziel sei es, jedes Jahr mindestens zwölf Jugendliche in ein Ausbildungsverhältnis zu bringen. Wenn sich in der vorbereitenden Phase herausstellt, dass ein Jugendlicher doch nicht für den Beruf Kfz-Mechatroniker geeignet ist, vermittelt das Projekt auch in andere Berufe. Die Jugendlichen erhalten während der Qualifizierung eine Vergütung von 450 Euro, die je zur Hälfte von der TÜV SÜD Stiftung und der Arbeitsagentur getragen wird. Die TÜV SÜD Stiftung ist einer der beiden Eigentümer des Prüf- und Dienstleistungskonzerns TÜV SÜD AG und unterstützt bundesweit mit zahlreichen Projekten die Bildung junger Menschen im MINT-Bereich - also Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Technik.

 
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