Steigender Wettbewerb aus Fernost?

12.07.2007 17:58 Uhr
© Foto: ASA-Verband

Der ASA-Bundesverband hat seine Mitglieder befragt, wie sie die derzeitigen Trends einschätzen.

Noch können die im ASA-Verband organisierten Werkstattausrüster dem Wettbewerb aus Fernost gelassen entgegensehen. Das hat eine Umfrage ergeben, die der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e.V. (ASA) unter seinen Mitgliedern erstellt hat. Demnach ist der Einfluss asiatischer Werkstattausrüster auf den deutschen Markt noch recht überschaubar. Vor allem aufgrund häufiger Qualitätsmängel bei asiatischen Produkten ist eine große Zurückhaltung seitens der Kfz-Werkstätten zu beobachten. Dennoch: „Achtsamkeit ist geboten, denn bei asiatischen Anbietern sind Qualitätsentwicklungen spürbar. Daher könnte der Einfluss der Werkstattausrüster aus Fernost in den nächsten drei Jahren stärker werden“, so der Kommentar des ASA-Präsidenten Klaus Burger. Diese Einschätzung teilen auch die Verbandsmitglieder. Über 65 Prozent der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, erwarten für den deutschen Markt einen starken Einfluss auf das derzeitige Preisgefüge. Ähnlich ist die Einschätzung auch für den europäischen Markt. In preissensiblen Produktgruppen räumen die Werkstattausrüster ihren Wettbewerbern aus Fernost vor allem in den osteuropäischen Ländern gute Marktchancen ein. Hürden für den Asien-Export Obwohl ein Großteil der Werkstattausrüster eine steigende Nachfrage für Werkstattausrüstungsprodukte im asiatischen Raum erwartet, sehen sie nur wenige Chancen, in diesem Wirtschaftsraum Fuß zu fassen. Zu den größten Hürden zählen Handelsbarrieren und die hohe Qualität europäischer Produkte, die sich preislich vielerorts in Asien nicht wirtschaftlich absetzen lassen. Zudem ist das hohe Nachahmungsrisiko ein sehr häufig genannter Grund für die eher schwierig bis mäßig beurteilten Markteintrittschancen in den asiatischen Raum. Klaus Burger: „Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen bleibt nur der Weg, gemeinsam mit deutschen Automobilherstellern in asiatischen Märkten Fuß zu fassen.“ Mäßiges Wachstum in Deutschland und Europa Trotz Wirtschaftsboom in Deutschland schätzen die Werkstattausrüster die Wachstumschancen für den heimischen Markt verhalten optimistisch ein. „Nach mehreren Jahren des Wachstumsstillstands hoffen wir, dass die konjunkturelle Hochphase länger anhält. Denn nur wenn die Autofahrer wieder bereit sind, mehr Geld für die Wartung und Reparatur ihrer Autos auszugeben, steigt die Investitionsbereitschaft der Kfz-Werkstätten“, sagt der ASA-Präsident. Den europäischen Markt schätzen die ASA-Mitglieder bezüglich einer steigenden Nachfrage etwas positiver ein. Weitere Trends auf dem deutschen und europäischen Werkstattausrüstungsmarkt sind höhere Erwartungen der Werkstätten an Qualität und Service, fallende Preise aufgrund eines stärkeren Wettbewerbs, und technisch anspruchsvollere Produkte. Um diese Herausforderungen künftig erfolgreich meistern zu können, erwarten die ASA-Mitglieder in einzelnen Segmenten mehr Kooperationen unter den Marktteilnehmern. Aber auch Fusionen bzw. Firmenübernahmen werden als möglicher Weg erachtet, um wirtschaftlich hochwertige Produkte für die Werkstattausrüstung anbieten zu können. „Unsere Branche ist einem ständigen Wandel unterworfen. Neben den wechselnden Marktbedingungen müssen wir uns vor allem den steigenden Anforderungen seitens der Fahrzeugtechnik und des Umweltschutzes stellen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass die hohe Innovationskraft der ASA-Mitglieder auch künftig ein Garant dafür sein wird, dass den Werkstätten jederzeit qualitativ hochwertige Produkte und ein leistungsfähiger Service zu fairen Preisen zur Verfügung stehen wird“, so das Fazit des ASA-Präsidenten.

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