Zuviel Licht

19.10.2011 12:02 Uhr

MAHA

Während sich die Scheinwerfersysteme an Fahrzeugen seit Jahren kontinuierlich weiterentwickelt haben, blieb die erforderliche Prüftechnik dafür nahezu unverändert. MAHA weist darauf hin, warum diese Technologie heute nicht mehr ausreichend ist.

Das korrekte Einstellen der Scheinwerfer gehört seit jeher zum Arbeitsumfang einer Inspektion und wird während der Lichttestaktion im Herbst besonders intensiv betrieben. Das Procedere ist jedem Mechatroniker wohlbekannt, das Fahrzeug wird auf einer ebenen Fläche abgestellt, die Scheinwerfer ein- sowie die Höhenregelung auf Null geschaltet. Dann wird das Scheinwerfereinstellgerät auf die Fahrzeuglängsachse ausgerichtet und nacheinander vor den Scheinwerfern positioniert. Um den Vorgaben zu genügen, muss das Abblendlicht die typische Hell-Dunkel-Grenze aufweisen, die sich am Scheinwerfer manuell verstellen lässt und sich auf der Projektionsscheibe des Scheinwerfereinstellgerätes klar abzeichnet. Doch bei den modernen Scheinwerfersystemen ist diese Grenze nicht mehr klar zu erkennen, weil die enorme Lichtleistung die Anwender des Scheinwerfereinstellgerätes blendet. Auch die horizontale Ausrichtung des Scheinwerfers, welche sich durch den beim Abblendlicht typischen Knickpunkt bewerten lässt, kann mit einem klassischen Scheinwerfereinstellgerät nicht mehr zuverlässig erkannt werden.

Digitaltechnik unbeirrbar

Manfred Rudhart, Projektmanager Prüftechnik bei MAHA, bringt die Misere auf den Punkt: „Für das Überprüfen neuerer Lichtsysteme stößt diese Technik deutlich an ihre Grenzen.“ Besonders die Scheinwerfer mit variabler Hell-Dunkel-Grenze, bei denen beim Einschalten des Abblendlichtes das Fernlicht durch manuelles Abschalten reduziert wird, sind problematisch. Häufig kommt es bei solchen Scheinwerfern zu erheblichen Fehleinstellungen. Der Werkstattausrüster aus Haldenwang hat mit dem elektronischen Lichteinstellgerät Lite 3 schon seit einiger Zeit eine moderne Alternative zu den optischen Lichteinstellgeräten im Programm. Das Lite 3 arbeitet mit einer Spezialkamera, welche das Scheinwerferabbild digitalisiert und diese Daten zur Analyse an einen internen Rechner weiterleitet. Auf diese Weise lassen sich auch sehr hell strahlende Scheinwerfer problemlos beurteilen und einstellen. Außerdem lassen sich die Messwerte auf Wunsch auf einem PC visualisieren, protokollieren und an die Prüfstraßensoftware Eurosystem übergeben. Das Lite 3 lässt sich einfach bedienen und unterstützt den Benutzer auf Wunsch beim Einstellen der Scheinwerfer, indem es wie eine Einparkhilfe variierende akustische Signale abgibt. Bernd Reich

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