Das ist jedem Mechaniker schon passiert. Nach einer Vermessung muss das Fahrwerk eines Fahrzeugs eingestellt werden, doch die Spurstange sitzt bombenfest auf dem Spurstangenkopf und lässt sich auch unter größter Kraftanstrengung nicht lösen. Durch Kontaktkorrosion sind Spurstange, Spurstangenkopf und Kontermutter eine schier unlösbare Verbindung eingegangen. Dazu muss ein Fahrzeug noch nicht mal besonders alt sein.
Thomas Vauderwange, Inhaber der Vauquadrat GmbH in Offenburg, Importeur der Alesco Induktionsheizgeräte, kennt solche Probleme und ihre Lösung. So ist es nicht ungewöhnlich einer fest sitzenden Spurstangenmutter mit Wärme zu Leibe zu rücken. Dazu bieten sich heute Induktionsheizgeräte an, welche eine punktuelle Wärmezufuhr ermöglichen, ohne umliegende Kunststoffteile zu gefährden. Thomas Vauderwange weist aber darauf hin, dass der Einsatz eines zu schwachen Induktionsheizgerätes nur eine geringe Wirkung hat.
Wenn schon, dann richtig
"Kommt jedoch ein leistungsstarkes Induktionsheizgerät zum Einsatz, so ist der Energieeintrag größer. Die zugeführte Wärme zieht dann weiter und sorgt dafür, dass danach auch die Spurstange im Spurstangenkopf läuft. Das Gefüge der aus vergütetem Stahl gefertigten Spurstange wird dadurch übrigens nicht angegriffen. Obwohl die Mutter ca. 700°C heiß wird, erwärmt sich die Spurstange auf maximal 200°C ", so Vauderwange. Dies ist der gleiche Effekt, den man sich zu Nutze macht, wenn der Schraubenkopf einer fest sitzenden Schraube mit einem starken Induktionsheizgerät erhitzt wird. Die Wärme dringt tief in die Schraube ein, wodurch diese sich ausdehnt und die Korrosionsschicht zerdrückt. Nach dem Abkühlen lässt sich eine solche Schraube dann ganz leicht lösen. Beim Gangbarmachen von Spurstangen spart dieses Verfahren viel Zeit und kann den Austausch von Teilen ersparen.