Bei der Mitglieder- und Delegiertenversammlung des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) in Friedberg standen die Vorstandswahlen sowie der Bericht des Präsidenten im Mittelpunkt. Fast alle Delegierten kamen im Deutschen Kompetenzzentrum der Karosserie- und Fahrzeugbauer zusammen. Im Anschluss folgte die ZKF-Obermeistertagung. Arndt Hürter wurde einstimmig für eine zweite Amtszeit als ZKF-Präsident bestätigt. Ebenfalls im Amt bleiben die Vizepräsidenten Claus Evels und Ulrich Schäfer. Neu in den Geschäftsführenden Vorstand rückte Maximilian Mayrhofer aus Burghausen auf, der Detlev Thedens ablöst. Thedens hatte nicht erneut kandidiert, wird den Verband jedoch weiterhin beratend unterstützen.
Auch im Engeren Vorstand gab es personelle Veränderungen. Michael Grabig aus Hameln schied aus und wurde für sein langjähriges Engagement mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Für ihn wurde Claudio Jöhnk aus Lütjenburg kooptiert. Zudem trat Thomas Gessner nicht mehr an, seinen Platz übernimmt Alexander Nickus.
Neu in das Gremium gewählt wurde außerdem Svenja Friedewald. Mit Steven Didssun zieht zudem der Präsident des Bundesverbands Fahrzeuglackierer in den Engeren Vorstand ein, um die Zusammenarbeit der Berufsverbände weiter zu stärken. Kontinuität besteht bei den wiedergewählten Mitgliedern Ines Hensel, Jens Kopp, Holger Schmädicke und Klaus Steinforth.
Aktuelle Entwicklungen der Branche
In seinem Bericht blickte Präsident Hürter auf aktuelle Entwicklungen der Branche sowie anstehende Veranstaltungen. "Bei dieser ZKF-Branchenveranstaltung, in der das Netzwerken, der kollegiale Austausch, eine aktuelle Themenauswahl an Fachvorträgen des herstellenden und reparierenden Karosserie- und Fahrzeugbaus sowie Fachbesuche bei Ausstellern der Branche rund um das Automobil im Vordergrund steht, wird neben der im September stattfindenden Automechanika diese Veranstaltungen die größten Events des ZKF-Jahres werden," so der ZKF-Präsident. Neben Branchenveranstaltungen betonte er insbesondere die Bedeutung der Nachwuchsförderung.
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Ein zentrales neues Projekt ist ein Stipendium der Stiftung des Deutschen Stellmacher- und Karosseriebau-Handwerks. Erstmals erhält mit Vatan Karan Hotza ein Landessieger aus Baden-Württemberg eine Förderung zur Meisterausbildung. Ziel ist es, junge Fachkräfte gezielt zu unterstützen und langfristig für den Beruf zu gewinnen. "Wir müssen junge Menschen für den Beruf des Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikers begeistern und diese auch für die zukünftigen anspruchsvollen Tätigkeiten an modernen Fahrzeugen entsprechend fördern. Am Thema Ausbildung müssen wir alle arbeiten, Betriebe, Innungen, Landesverbände sowie der Zentralverband", betonte Hürter.
Bei der anschließenden Obermeistertagung standen aktuelle Branchenthemen im Fokus. ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm informierte über den Branchentreff in Köln sowie die Automechanika in Frankfurt. Weitere Beiträge befassten sich unter anderem mit der Nutzung von Gebrauchtteilen in der Reparatur, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz, betrieblicher Gesundheitsvorsorge sowie digitalen Lösungen zur Kundenkommunikation. Ergänzt wurde das Programm durch Berichte aus den ZKF-Referaten zu Technik, Nutzfahrzeug, Unternehmensführung und Berufsbildung.