Ingenieurkunst

20.01.2011 12:02 Uhr

AVL DiTest CDS

Mit bis ins Detail ausgetüftelter Funktionalität, hochpräziser Messtechnik und klarem Design präsentiert sich das neue AU-Gerät CDS von AVL DiTest.

AU-Geräte zählen zu den wahren Lasteseln in der Werkstatt, denn sie müssen pro Jahr Tausende Abgasuntersuchungen abspulen. Ergonomie und Zuverlässigkeit zählen daher im Anforderungsprofil der Werkstätten zu den wichtigsten Punkten. AVL DiTest entwickelt und fertigt Abgasanalysegeräte seit vielen Jahren. Auf der Automechanika hat das Unternehmen mit dem Compact Diagnostic System (CDS) sein jüngstes AU-Gerät vorgestellt. Dem CDS merkt man die lange Erfahrung seiner Konstrukteure im Bau von werkstatttauglichen Abgastestern an vielen durchdachten Details an. Das CDS knüpft mit seinem schlichten Design an den Stil seiner Vorgänger an. Dabei ist die Zentraleinheit nur noch so groß wie bei früheren AU-Geräten allein der Röhrenbildschirm. Diese Kompaktheit setzt sich im neuen Modul Gas 1000 fort, welches von hinten in die Zentraleinheit eingeklinkt ist. Rechts im Gerätewagen ist das EOBD-Modul eingelassen, welches über eine Bluetooth-Funkverbindung mit dem CDS kommunizieren kann. Auf der linken Seite der Zentraleinheit sind die Anschlüsse des Hilfsgrößenmoduls AUX 1000 eingelassen. Damit können Öltemperaturen und Drehzahlen älterer Fahrzeugmodelle ohne OBD erfasst werden.

Modularer Aufbau

Für die Erfassung der Drehzahl über Schallwellen kommt dabei die Technologie des patentierten AVL DiSpeed 492 zum Einsatz. In den robusten Gerätewagen des CDS ist außerdem eine Tastatur für die Dateneingabe sowie ein Stellplatz für den Drucker integriert. Auf dem Fahrgestell findet schließlich das optionale Opazimeter Platz, welches ebenfalls über Bluetooth an das CDS angebunden ist. Bei der Konzeption des CDS wurde darauf geachtet, dass möglichst wenig Kabel sichtbar sind. Doch das sind nur optische Details. Wesentlicher für den Anwender in der Werkstatt ist die schnelle Einsatzbereitschaft des Gerätes nach dem Einschalten. Schon nach wenigen Sekunden startet die AU-Applikation. Eine Aufheizzeit für die Messtechnik ist nicht erforderlich. Und auch davon, dass im CDS ein Rechner arbeitet, merkt der Anwender nichts. Das Gerät ist sofort einsatzbereit. Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist der AU-Ablauf zeitlich verkürzt. Die Bedienung der Software ist selbsterklärend und schnell erlernt.

Das Messtechnikmodul Gas 1000 ist mit einer neuen IR Messbank ausgerüstet, welche nicht nur besonders klein ist, sondern auch hochpräzise. Die Messbank erfüllt bereits die OIML R99 Klasse 00, was die für die Durchführung der AU geforderte Präzision deutlich überbietet. Auf Wunsch kann das Modul Gas 1000 auch für die NOX-Messung ausgestattet werden. Doch einer der größten Vorteile des Gas 1000 ist seine Kompaktheit, denn dadurch lässt es sich leicht als Paket versenden. Wie bei allen AU-Geräten von AVL DiTest bieten die Fürther auch für das neue CDS einen in der Branche einzigartigen Wartungs- und Eichservice an.

Austauschservice für Messtechnik

Statt das Eichamt in die Werkstatt zu bitten, erhält die Werkstatt im Rahmen des Wartungsvertrages automatisch kurz vor dem fälligen Eichtermin ein frisch geeichtes Modul Gas 1000 mit dem Paketdienst zugestellt. Die Werkstatt kann dieses Modul mit wenigen Handgriffen gegen das vorhandene austauschen und schickt es zu AVL DiTest zurück. Hier wird das Modul im Werk in Fürth einer Wartung unterzogen, neu geeicht und an einen anderen CDS-Anwender versendet. So hat eine Werkstatt die Sicherheit immer mit einer optimal gewarteten, ausfallsicheren und geeichten Messtechnik zu arbeiten. Gleichzeitig erspart sich der Betrieb den Geräteausfall während der Durchführung der Eichung vor Ort. Dieses Verfahren wird auch für das Opazimeter angeboten. Komfortabler lässt sich die Eichung für eine Werkstatt nicht abwickeln. Das Messtechnik-Modul Gas 1000 lässt sich übrigens in zwei Lagen, also waagerecht und senkrecht einsetzen. Ein spezieller Wasserabscheider, der in zwei Lagen arbeitet, macht dies möglich. Auf diese Weise wird die neue Messtechnik zukünftig auch bei anderen AVL DiTest-Pro-dukten zum Einsatz kommen.

Ein AU-Gerät muss heute über Schnittstellen verfügen, denn es müssen regelmäßig neue AU-Daten aufgespielt werden. Außerdem ist jede Werkstatt verpflichtet eine statistische Auswertung aller ausgeführten Abgasuntersuchungen an die Innung weiterzuleiten. Das CDS bietet eine Vielzahl von Schnittstellenoptionen, um sich der Infrastruktur einer Werkstatt anzupassen. So lässt es sich in bestehenden Firmennetzwerke (LAN) integrieren. Dies ist auf Wunsch auch drahtlos über W-LAN möglich. Außerdem lässt es sich über seine Standardschnittstellen in verschiedene Prüfstraßen-Netzwerke einbinden. Außerdem ist das CDS mit einer ASA-Netz-werk-Zertifizierung ausgestattet. Auf diese Weise kann das CDS Kundendaten aus einem Netzwerk übernehmen und zurück- speichern. Dies erspart bei Fahrzeugen ohne OBD die manuelle Eingabe der Fahrgestellnummer und weiterer Daten. Wer über kein Werkstatt-Netzwerk verfügt, kann die Kundendaten auch in einer im CDS serienmäßig vorhandenen Datenbank abspeichern. Für sonstige Fälle sind einige USB-Schnittstellen vorhanden.

Diagnose mit der Abgasanalyse

Neben dem Einsatz als AU-Gerät lässt sich das CDS auch im Rahmen von Diagnosearbeiten für die Abgasanalyse einsetzen. So verrät die Abgaszusammensetzung einem Mechatroniker auf den ersten Blick, ob ein Defekt in der Motorperipherie vorliegt. So deuten zu hohe Kohlenwasserstoffwerte zum Beispiel auf eine fehlerhafte Verbrennung hin, was wiederum auf Zündaussetzer hinweisen kann. In Zeiten der Steuergerätediagnose wird nur noch selten auf diese Möglichkeit zurückgegriffen, doch das CDS beherrscht auch dies.

Das AU-Kompaktgerät CDS wird von AVL DiTest in mehreren Varianten und Ausstattungen angeboten. Der Kunde kann das hier vorgestellte Kombigerät (CDS 450) wählen oder ein Gerät nur für die AU an Otto- oder Dieselmotoren. So lässt sich das CDS je nach Bedarf und Anspruch einer Werkstatt maßgeschneidert konfigurieren. Bernd Reich

▶ Das AVL DiTest CDS ist ein neu entwickeltes AU-Gerät im Kompaktformat für Otto- und Diesel-AU

Die Software des CDS

Optimiert

▶ Jährlich muss ein AU-Gerät geeicht werden. Bei AVL DiTest erfolgt dies im Austauchverfahren mit dem Werk

▶ Das CDS lässt sich auf mehrere Arten in Netzwerke integrieren um Daten austauschen zu können

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