Sportwagen light

20.02.2020 11:00 Uhr

Alfa-Romeo-Fans müssen nicht zwangsläufig immer zum V6- Ferrari-Motor greifen, um die Giulia ausreichend zu motorisieren. Auch als Selbstzünder mit knapp 200 PS macht die Limousine eine gute Figur.

Die Giulia von Alfa Romeo kann sich sprichwörtlich sehen lassen. Vom Ferrari-Designer Lorenzo Ramaciotti entworfen, versprüht die Limousine italienische Eleganz und Sportlichkeit. Besonders in Kombination mit dem eigenwilligen Felgendesign und den roten Bremssätteln macht das Auto optisch viel her - auch wenn die Felgen deutlich über die Reifen stehen und so beim Einparken auf den Bordstein geachtet werden sollte, da ansonsten bald hässliche Kratzer die schwarze Glanzlackierung zieren. Auch technisch ist das Auto auf der Höhe der Zeit: Durch die Verwendung von besonders leichtgewichtigen Komponenten und die Platzierung der schwereren Bauteile zwischen den beiden Achsen soll das Fahrzeuggewicht auf Vorder- und Hinterachse genau 50:50 betragen.

Weniger ist mehr

Die Top-Motorisierung der Giulia ist ein 510 PS starker V6-Ferrari-Motor, der wahrscheinlich viele Freunde findet. Es geht aber auch eine Spur genügsamer: Unser Testwagen war mit einem 2,2-Liter-Diesel-Motor mit 190 PS Leistung und satten 450 Newtonmeter Drehmoment ausgestattet. Damit sprintet die Giulia in rund sieben Sekunden von null auf hundert, was zwar fast doppelt so lange wie beim Quadrifoglio-Topmodell ist, jedoch für viele Menschen ausreichen dürfte - zumal der Spritdurst des Selbstzünders deutlich gemäßigter ausfällt als beim Benziner. Der Diesel verfügt zudem über die neueste Abgasnorm Euro 6d-Temp und ist auch mit einem SCR-Katalysator zur Stickoxid-Reduzierung ausgestattet. Unser Testwagen kam zudem mit einem Achtgang-Automatikgetriebe von ZF daher. Wer lieber selbst schaltet, kann über die riesigen Schaltwippen am Lenkrad die Gänge manuell einlegen.

Der Innenraum der Giulia ist klar strukturiert und die Verarbeitungsqualität durchschnittlich. Die Bedienung wirft am Anfang ein paar Fragen auf, was aber Gewöhnungssache ist. Weniger gelungen ist das Infotainment-System: Unser Testwagen war zwar mit Top-Soundsystem ausgestattet, Menü und Bedienung sind aber etwas schwerfällig.

Auto-Check

+- Gute Fahrleistungen- Neueste Abgastechnik- Italienisches Flair- Große Schaltwippen-- Verarbeitung durchschnittlich- Lahmes Infotainment-System

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