Deutsche Autozulieferer wehren sich in China vermehrt gegen Produktpiraterie. "Wir führen jedes Jahr mehrere Prozesse", sagte Hao Wang, Marketingchef China der ZF Friedrichshafen am Donnerstag auf der Branchenmesse "Automechanika" in Schanghai der Deutschen Presse-Agentur. ZF Friedrichshafen ist einer der größten deutschen Autoteile- und Autozubehörbetriebe. Das Unternehmen beobachte wachsende Sensibilität bei den Behörden in Peking und im chinesischen Hinterland: "Noch vor wenigen Jahren wollten die Provinzregierungen nur ihre lokalen Unternehmen schützen, aber jetzt haben sie gemerkt, dass auch wir Steuern in China zahlen", sagte Hao. Die Fälschungen sind bei dem Branchentreff ein dominantes Thema. Aussteller können sich während der dreitägigen Messe von einem Anwalt über das Vorgehen gegen Produktpiraten beraten zu lassen. "Wir wollen Unterstützung geben", sagte Stephan Kurzawski, Vizepräsident der Messe Frankfurt, die von nun an jedes Jahr eine Automechanika in Schanghai veranstalten will. Die Messe Frankfurt hat eine eigene Kampagne zum Kampf gegen Nachahmer gestartet und begleitet eine Initiative des Verbands japanischer Autoteilehersteller (JAPIA). JAPIA stellt parallel zur Messe in Schanghais New International Expo Centre Originalprodukte und ihre Kopien aus. (pg)
Zulieferer wehren sich in China gegen Produktpiraten
Thema dominiert "Automechanika" in Schanghai