ZF-Bilanz 2017: Mehr Umsatz, mehr Gewinn

Wolf-Henning Scheider kündigte massive Investitione in die Weiterentwicklung von Elektroantrieben und das automatisierte Fahren an.
© Foto: Bosch

Das Geschäft mit Nutzfahrzeug- und Antriebstechnik hat dem Zulieferer ZF ein gutes Jahr beschert. 2018 will man das Niveau halten – und zugleich kräftig investieren.


Datum:
22.03.2018

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Den ersten großen Auftritt begleiten gute Zahlen: Der neue ZF-Vorstandschef Wolf-Henning Scheider hat am Donnerstag einen Rekordumsatz von 36,4 Milliarden Euro präsentiert. Der 55-Jährige ist erst seit dem 1. Februar im Amt. Er folgte auf Stefan Sommer, der Ende vergangenen Jahres im Streit mit kommunalen Anteilseignern gehen musste – laut Medienberichten auch deshalb, weil seine ambitionierte Expansionsstrategie nicht bei allen Aufsehern auf Gegenliebe stieß.

Auf einen Kurswechsel setzt der Branchenkenner Scheider aber offenbar nicht. ZF sei bereits auf dem richtigen Weg, sagte er. 2018 solle aber noch stärker als bisher in Forschung und Entwicklung investiert werden. Weltweit sollen demnach deutlich mehr als zwei Milliarden Euro unter anderem in die Weiterentwicklung von Elektroantrieben und in das automatisierte Fahren fließen.

Start-up-Kultur fördern

Zudem will Scheider die Start-up-Kultur innerhalb von ZF fördern. Teams aus verschiedenen Bereichen sollten eigenständiger entscheiden und zusammenarbeiten, sagte er. Dadurch seien sie besser in der Lage, sich auf schnell wechselnde Anforderungen in neuen Technologiefeldern einzustellen.

Als Beispiel für diesen Innovations-Prozess präsentierte ZF die Entwicklung des «Sound AI». Das Modul mit künstlicher Intelligenz erkennt Geräusche aus der Umgebung - zum Beispiel die Sirene eines Rettungs- oder Polizeiwagens. Über ein Display warnt das System dann den Autofahrer. Das Produkt sei innerhalb von zehn Monaten aus der Idee zweier Mitarbeiter entstanden - nun soll der Prototyp im Unternehmen weiterentwickelt werden.

2017 profitierte ZF unter anderem von der hohen Nachfrage in der Nutzfahrzeug- und Antriebstechnik. Das Ergebnis nach Steuern lag auch dank positiver Steuereffekte bei rund 1,2 Milliarden Euro nach 924 Millionen im Vorjahr, wie das Unternehmen aus Friedrichshafen am Bodensee mitteilte. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 36,4 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Autozulieferer einen Umsatz auf ähnlich hohem Niveau. Bei ZF arbeiten weltweit rund 146.000 Mitarbeiter. (dpa)

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